Spielberichte 2022/2023


Tabellenführer eine Nummer zu groß

Sa. 05.11.22, 14:00 Uhr, SG Einheit Zepernick - VfB Gramzow 3:0 (1:0)

 

VfB mit: Bartosz Muskala - Max Frenzel, Kai Hansche, Robin Palow (C), Robert Schröder (67. William Schmock) - Florian Andres, Robin Sy, Janosch Schmock - Sören Seethaler (46. Florian Hansche), Felix Marschke, Pascal Lange - Trainer: Maik Zürner

 

Zepernick mit: Dennis Tietz - Victor John (60. Jonny Ratajczak), Vincent Lipp, Marinko Becke, Max Gerhard (76. Maximilian Fildebrandt) - Philip Opitz, Kevin Maek (76. Jan Gedenk), Lesley Park, Luca Grabarek - Ümit Ejder (C) (60. Dustin Warmbrunn), Khalid El-Ahmar (63. Niklas Liebenthal) - Trainer: Lucio Geral

 

Schiedsrichter: Lenard Sima - Julius Becker, Louis Ferdinand Maaß

Im tabellarisch gesehenen Spitzenspiel bei der SG Einheit Zepernick hatte man nichts zu melden und musste am Ende mit einer 0:3 Niederlage im Gepäck die lange Heimreise antreten.

Dabei fing es gar nicht so verkehrt an, man stemmte sich zunächst gut gegen die Zepernicker Anfangsoffensive und ließ keine wirkliche Torchance zu. Dem vielen Ballbesitz begegnete man mit Kampfgeist und defensiver Disziplin. Auf der Gegenseite hatte Pascal Lange nach gutem Angriff bereits Keeper Tietz umkurvt, sein Abschluss aus sehr spitzem Winkel wurde noch von selbigem mit dem Fuß geklärt. Es hätte ein schönes und spannendes Spiel werden können, und Gott weiß, was für ein Ergebnis möglich gewesen wäre... wenn man sich nicht nach einer Viertelstunde bereits selbst dezimiert hätte. Kai Hansche sah die schnelle Ampelkarte nach Foulspiel (gelb, sehr harte Entscheidung) und Handspiel in der Verteidigungsbewegung (klares Ding, gelb-rot).

Pascal Lange rückte in die Innenverteidigung und man agierte fortan im 4-4-1 System. Zwei Viererketten sollten die nun folgenden Angriffswellen der Panketaler abfedern, und Felix Marschke versuchte meist allein auf weiter Flur für etwas Entlastung zu sorgen, was aber nur bedingt gelang.

Die Null hielt so bis zur 27. Minute, als Philip Opitz eine Fackel aus der zweiten Reihe zündete. (1:0)

 

Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Gramzow war hauptsächlich versucht kompakt zu stehen, aber ohne wirkliche Chance, gefährlich vor das Tor der Heimelf zu kommen. Zu sicher waren die Zepernicker am Ball, ebenso schnell schalteten sie nach Ballverlusten von Angriff auf Abwehr. Marinko Becke und Vincent Lipp agierten hellwach und waren stets zur Stelle, die aufkeimenden Gramzower Bemühungen direkt zu ersticken.

Die Einheit ließ den Ball laufen, brachte Flanke um Flanke vor (oder hinter) das Tor und versuchte es oft aus der zweiten Reihe. Ohne jedoch allzu oft zu gefährlich zu werden, da der Gramzower Strafraum so dicht wie möglich gehalten wurde, um den Schaden zu begrenzen, was auch gelang. Zudem nutzte die Heimelf sich ergebende Kopfballgelegenheiten sehr fahrlässig aus. Zwei mal klingelte es noch im Kasten von Muskala: Einmal verwandelte Khalid El-Ahmar eine flache EIngabe von Ümit Ejder, und quasi mit dem Schlusspfiff setzte Dustin Warmbrunn das Ding dann nochmal aus gut 25 Metern in die Maschen. Das war es dann aber auch, am Ende ein ungefährdeter Sieg für den Favoriten.

 

So hat man nun die härteste Auswärtsreise des Jahres hinter sich. Nächste Woche geht es wieder zu Hause weiter, man empfängt den FSV Fortuna Britz. Wiedergutmachung ist angesagt! [fh]


VfB setzt Positivserie fort

Sa. 29.10.22, 14:00 Uhr, VfB Gramzow - Oranienburger FC Eintracht II 3:1 (2:0)

 

VfB mit: Bartosz Muskala - Max Frenzel, Robin Palow (C) (64. Matthias Schröder), Kai Hansche, Johannes Kühl - Florian Brennenstuhl (89. Markus Müller), Robin Sy, Janosch Schmock - Felix Marschke (85. Toni Prade), Pascal Lange, Sören Seethaler - Trainer: Maik Zürner

 

Oranienburg mit: Asam Jawad Kadhim Kadhim - Lukas Haberland, Yannick Brommond, Sebastian Juers (C) (87. Artur Bauer), Moritz Rickart, Fabien Tino Borchert (66. Leon Lautz), Matthias Koll Hibbert (87. Nick Dammenhayn), Jannis Seebergen (66. André Neukirch), Sebastian Bohe, Omar Ali Dieb, Jerome Malanowski

 

Schiedsrichter: Maurice Martini - Thomas Ziesing, Jan Marks

Nach dem ersten Heimdreier der Saison am letzten Spieltag gegen die Kontrahenten aus Joachimsthal wollte man nun direkt nachlegen. Zu Gast war die U23-Reserve des Oranienburger FC Eintracht, ihres Zeichens so eine Art Wundertüte der Liga. Verlor man zuvor beispielsweise gegen Abstiegskandidat Eintracht Bötzow, ließ man eine Woche später dem Mitfavoriten Blau-Weiß Wriezen beim 3:0-Hemsieg keine Chance.

Die Statistik der letzten Jahre spricht zwar auch klar für den VfB, wurde jedoch in der letzten Saison um zwei Siege des OFC bereichert. Ein offener Ausgang, der hier also vorprogrammiert sein sollte.

 

Die Partie begann vor 120 Zahlenden relativ ereignisarm und mit zunächst noch großer Streuung im Schussverhalten. Nach knapp zehn Minuten nahm der VfB das Heft des Handelns in die Hand und riss das Spiel weitestgehend an sich. Den vermehrten Abschlüssen von Marschke, Lange und Seethaler fehlte oft noch die Präzision und die Schärfe. Gute Chancen blieben somit zwar weiterhin Mangelware, man näherte sich aber immer mehr an und überließ den Gästen kaum den Ball. Das unkoordinierte Anlaufverhalten der Oranienburger begünstigte aber auch den vielen Ballbesitz, sodass es nicht schwer fiel, sich mehrfach durch die gegnerische Hälfte bis in den Strafraum zu kombinieren. So richtig gefährlich wurde es für das von Muskala gehütete Tor in der ersten Hälfte nur einmal, als ein langer Ball vom Keeper nicht richtig eingeschätzt werden konnte und Omar Ali Dieb auf das Ziel zusteuerte, aber knapp vorbei. Aber dafür der VfB dann vor der Pause mit dem Doppelschlag. Seethaler wird mit dem Rücken zum Tor angespielt, umkurvte gekonnt seinen Gegenspieler und legte den Ball flach und scharf vor das Tor, wo Felix Marschke keine Mühe hatte, den Ball ins Netz zu befördern. (37.)

Nur sechs Minuten das 2:0, diesmal aber ohne Mitwirken eines Gramzowers. Jerome Malanowski - ehemaliger Kapitän der Oranienburger Brandenburgligatruppe - spielt den Ball unter Druck zurück zu seinem Keeper Asam Kadhim. Die alte Fußballerweisheit "Rückpässe immer neben das Tor" berücksichtigte er dabei nicht, Kadhim bekam den Ball nicht kontrolliert und konnte nur hinterherschauen, wie die Kugel langsam in Netz rollte. (43.)

 

So gut man die erste Hälfte über die Bühne brachte, so nachlässig wurde man dann zu Beginn der zweiten Halbzeit. Die OFC-Reserve - in der Pause wohl mit ordentlichen Worten seines Trainerduos Nabdzyk/Nassar bedacht - kam nun mit einem anderen Gesicht und breiter Brust aus der Kabine. Der VfB ließ sich davon etwas überrumpeln, konnte in den Zweikämpfen nicht direkt Fuß fassen und gewährte so Fabien Tino Borchert einen Lauf durch die komplette Gramzower Hälfte. Sein Dribbling landete vor Dieb's Füßen, der den Ball mit seinem starken Linken vom 16er in die lange Ecke schlenzte - 2:1 nach nicht einmal 10 Minuten. (53.)

Die komfortable Führung so natürlich zunichte und der VfB musste sich schleunigst straffen, um die gute erste Hälfte hier nicht komplett herzuschenken. Mitten in dieser Phase fiel auch noch Kapitän Robin Palow aus und wurde durch Routinier Matthias Schröder ersetzt - glücklicherweise nur eine leichte Verletzung mit Optimismus für das nächste Wochenende, wie Palow nach dem Spiel bestätigte.

Schröder machte seine Sache aber gewohnt souverän und verhalf der Abwehr dazu, dass die Stabilität erhalten blieb.

Durch die nun offensivere Spielweise der Gäste ergaben sich natürlich mehr Räume für unser Team, die man auch zu nutzen wusste. Dies stellte man besonders in der 75. Spielminute unter Beweis, als Marschke einen Konter startete und Pascal Lange im Lauf bediente. Der setzte sich gegen seine Widersacher durch und behielt die Übersicht, legte quer auf den freistehenden Seethaler, der nun selbst als Vollstrecker fungierte und die Pille ins Tor drosch. (75.)

Der Rest des Spiels war dann von einigen Nicklichkeiten geprägt, die der ansonsten sehr fairen Partie aber keinesfalls schadeten. Schiedsrichter Martini hatte das Spiel jederzeit im Griff und behielt in seinen Entscheidungen stets die Übersicht. So konnte man den zweiten Heimsieg in Folge sicher ins Ziel bringen.

 

Und wer hätte das gedacht: so findet sich der VfB nun tatsächlich auf Tabellenplatz Zwei wieder und ist somit erster Verfolger der schier unschlagbaren Einheit aus Zepernick. Und wie es der Zufall so will, treffen beide Teams in der kommenden Woche aufeinander. Natürlich will der VfB auswärts weiter ohne Niederlage bleiben. Dass diese Aufgabe aber einer Herkulesaufgabe gleicht, sind sich alle Beteiligten wohl bewusst. Heißt aber auch: man hat nichts zu verlieren und kann relativ sorglos an die Sache heran gehen. Anders als das Heimteam, das unbedingt hoch will und sich somit keine Heimniederlage leisten kann bzw. sollte.

Packen wir es an, liebe Gramzower! [fh]


Erster Heimdreier der Saison

Sa. 22.10.22, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - FSV Schorfheide Joachimsthal 3:1 (2:1)

 

VfB mit: Bartosz Muskala - Max Frenzel, Robin Palow, Matthias Kowalski, Robert Schröder (65. Lukas Schmiedel) - Kai Hansche, Florian Brennenstuhl (90. Janosch Schmock), Florian Andres - Robin Sy, Felix Marschke (90.+1. Toni Prade), Pascal Lange - Trainer: Maik Zürner

 

Joachimsthal mit: Thomas Krüger - Benjamin Ehrlich, Niclas Philip Zameit, Norman Meene, Philipp Wrensch - Mattis Preuß (38. Marcus Jungnickel), Florian Groß, Chris Bolle (68. Moritz Wille), Maximilian Roch (75. Paul Mertinkat), Sebastian Temma - David Görtz - Trainer: Sven von Pruschak

 

Schiedsrichter: Nico Hannemann - Christian Winkler, Michael Abel

Zwei Spiele, ein Punkt - so die bisherige Heimbilanz des VfB in dieser Saison. Die geschenkten Punkte durch Bötzows Nichtantritt mal ausgeblendet. So sollte nun der FSV Schorfheide Joachimsthal für den ersten Heimsieg herhalten.

145 Zahlende wollten dieses Duell der beiden Landesklasse-Dauerbrenner sehen. Und es war das erwartet schwere Spiel gegen einen erwartet schweren Gegner.

 

Der VfB startete aber gut in die Begegnung. Nach einem ersten Abtasten besorgte Allrounder Robin Sy - heute wieder etwas offensiver aufgeboten - die 1:0 Führung, nachdem er einen vom Keeper abgewehrten Ball wieder aufnahm und sich gegen die Restdefensive durchsetzte. (12.)

Und man setzte die gute erste Hälfte fort: Felix Marschke schloss einen gut ausgespielten Angriff über die linke Seite ab, nur an den Pfosten. Und bei einer Flanke auf den langen Pfosten behinderten sich Florian Andres und Pascal Lange etwas gegenseitig und konnten so nicht in die freie Ecke einnetzen.
Und so griff die alte Weisheit "wenn du sie vorn nicht machst ..." - ein steiler Ball auf David Görtz sorgte für Uneinigkeit im Abwehrverbund, der Torschütze kam noch mit dem Kopf ran und überwand den herauseilenden Muskala zum 1:1. (30.)
Kurz nach dem Ausgleich kam es dann zur unschönsten Szene des Spiels. Eine erneute Flanke des VfB von der linken Seite faustete Keeper Krüger aus dem Strafraum, räumte dabei allerdings auch seinen Mitspieler Mattis Preuß heftig ab. Dieser musste mit Verdacht auf Kieferbruch vom Krankenwagen abgeholt werden - gute Besserung an dieser Stelle!
Nach einer viertelstündigen Unterbrechung wurden die restlichen knapp acht Minuten der ersten Hälfte noch nachgeholt, bevor es in die Halbzeit ging. Und dies sollte sich für den VfB mehr als lohnen. Felix Marschke dribbelte von der linken Strafraumseite an der Kante entlang und schloss mit einem wuchtigen Schuss ab. Keeper Krüger kam noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern - 2:1! (38.)

 

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste aus dem Forst dann stärker, eroberten sich die größeren Feldanteile und kreuzten desöfteren gefährlich vor dem Gramzower Kasten auf. Immer wieder wurde hierbei auch Sebastian Temma gesucht, den man aber weitestgehend im Griff hatte und nicht die Freiheiten gab, sich zu entfalten. Dennoch, ein paar mal mussten die Heimanhänger kurz bangen. Ein Schuss von Florian Groß landete auf der Latte, einige weitere Situationen knapp neben dem Kasten. Auch Bartosz Muskala wurde nun mehrfach gefordert, war aber stets auf der Hut. Sogar Matthias Kowalski wollte seinen eigenen Keeper etwas prüfen. Ging seine Kopfballverlängerung noch knapp daneben, rettete Muskala bei seinem "Abschluss" nur fünf Minuten später auf der Linie den Ausgleich.

Insgesamt konnte man erneut von einer absoluten Willensleistung in der Defensive sprechen, die hier die drei Punkte sicherte.
Und ganz tatenlos war die Gramzower Offensive in der Zwischenzeit nicht. Setzte Pascal Lange zuvor noch eine Kopfballverlängerung von Florian Andres über den leeren Kasten, machte er es später besser und setzte mit einem platzierten Schuss am Keeper vorbei den 3:1-Schlusspunkt. (90.+3.)

 

Ein verdienter Dreier für unsere Gramzower Jungs, und endlich auch der erste, der sich zu Hause erspielt wurde. So findet man sich nun auf dem fünften Tabellenplatz wieder - eine klasse Momentaufnahme, die man sich mit vielen disziplinierten Vorstellungen verdient hat.

Nächste Woche geht es dann erneut zu Hause weiter gegen den Oranienburger FC Eintracht II. Beide Spiele musste man in der letzten Saison an den kommenden Gegner abtreten - Schwung mitnehmen und Besserung der Statistik geloben, lautet die Devise! [fh]


VfB auswärts weiter ohne Niederlage

So. 02.10.22, 14:00 Uhr, Schönower SV - VfB Gramzow 1:1 (0:0)

 

VfB mit: Bartosz Muskala - Kai Hansche, Matthias Kowalski, Robin Palow (C) - Max Frenzel, Florian Andres, Robin Sy, Johannes Kühl, Pascal Lange - Sören Seethaler (86. Maik Zürner), Felix Marschke (75. Anton Schatz) - Trainer: Maik Zürner

 

Schönow mit: Karol Matusiak - Tobias Schuchert, Henrik Engelmann, Ole Löffler - Christian Freudenberg (83. Robert Jung), Lukasz Kargol, Felix Seidel (61. Oliver Boche), Dominik Fuchs, Hein-Peter Splett - Maik Zachowski (61. Lukas Drews), Dariusz Szmulski (61. Gunnar Haser) - Trainer: Marcus Erben

 

Schiedsrichter: Marius Scholz - Dean Müller, Michel Sieh

Am vergangenen Sonntag trafen sich unser Team sowie das des Schönower SV zum nächsten Uckermarkderby. Die Vorzeichen sicherlich etwas auf Seiten der Schönower, konnte man in der letzten Saison doch alle vier Pflichtspiele für sich entscheiden. Teils kassierte der VfB dabei vernichtende Niederlagen, weshalb man natürlich neben dem Aufrechterhalten der Auswärtsbilanz auch auf Wiedergutmachung aus war.

Und auch der Blick auf die Aufstellung ließ nicht unbedingt gutes Erahnen. Schönow mit voller Kapelle, während man in Gramzow auf bewährte Stammkräfte wie beispielsweise Schmiedel oder J. Schmock verzichten musste, von den Langzeitverletzten wie Müller ganz zu Schweigen. Aber wie einst der bekannte Dortmunder Fußballphilosoph Alfred Preißler schon wusste: entscheidend is' auf'm Platz!

 

So begann die Partie ausgeglichen, beide Teams tasteten sich zunächst jeweils an den gegnerischen Strafraum, ohne allzu gefährlich zu werden. Nach einer knappen Viertelstunde übernahm Schönow dann so langsam die Initiative sowie Spielkontrolle und behielt diese auch über die komplette erste Halbzeit inne. Immer wieder wurde man gefährlich, besonders die vielfach erarbeiteten Standards um den Straufraum herum beschworen Schwerstarbeit für die VfB-Abwehr herauf. Die großgewachsene Innenverteidigung mit Robin Palow und Matthias Kowalski sowie der sprungkräftige Bartosz Muskala im Tor behielten aber die Lufthoheit und konnten somit viele Angelegenheiten im Vorfeld klären.

Aber auch aus dem Spiel heraus bekam man mächtig Druck: Szmulski erlief einen langen Ball und scheiterte im direkten Duell an Muskala. Einen stark platzierten Schuss von Lukasz Kargol parierte dieser mit einer Flugeinlage. Auch sonst zeigte sich der VfB-Keeper sehr aufmerksam und hatte einen großen Anteil daran, dass man hier zur Pause die Null halten konnte. Der Höhepunkt des ganzen war ein gehaltener Elfmeter von Christian Freudenberg, nachdem zuvor Seidel von Sy im Strafraum zu Fall gebracht wurde - den direkt anschließenden Konter konnte man bis in den gegnerischen Strafraum spielen, bei der flachen Eingabe fehlte allerdings der Abnehmer.

 

In der Zweite Hälfte dann ein anderes Gesicht beim VfB. Man startete seinerseits vermehrt Angriffe und konnte sich somit in der Defensive ein wenig selbst entlasten. Bei einem dieser Angriffe wurde Marschke über rechts zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoß brachte Kai Hansche in den Strafraum, wo sich Pascal Lange am besten postiert sah und zur 1:0-Führung einnickte. (55.)

In der Folge Schönow mit etwas mehr Ballbesitz, bekam nun allerdings ziemlich von der Rolle keine Akzente mehr gesetzt. Gramzow dagegen mit einigem Potenzial zum Führungsausbau, wie z. B. Marschke nach Pass von Seethaler, scheitert aber allein vor Matusiak an diesem. Dann hatte Florian Andres schon den Torschrei auf den Lippen, sein Zweikampf gegen Matusiak im Nachschuss wurde aber als strafbar geahndet. Dem vorausgegangen war ein guter Angriff über rechts, Marschke scheiterte hier zuvor erneut am stark reagierenden Keeper.

Und auch wenn die VfB-Defensive bis zum Schluss relativ sicher stand, kam es doch wie es gegen den SSV eben kommen musste. Ein langer Ball wurde von Schuchert in den Strafraum gebracht, am langen Pfosten stand dann der eingewechselte Oliver Boche bereit und köpfte zum umjubelten Ausgleich ein. (90.+1.)

 

Am Ende aber ein gerechtes Unentschieden, ging die erste Hälfte doch klar auf das Konto der Heimmannschaft. Dennoch zeigt man sich aktuell auch von den personellen Aderlässen nicht geschwächt und konnte der Offensivpower des Kontrahenten einiges entgegen setzen. Netter Nebeneffekt: man bleibt auswärts ungeschlagen und hält sich erstmal im oberen Mittelfeld der Tabelle.

Nächste Woche soll dann auch endlich der erste Heimsieg her, und gegen wen sollte das wohl besser gelingen als gegen den Tabellenletzten. Dies ist zurzeit der SV Eintracht Bötzow, der in der laufenden Spielzeit noch keinen einzigen Punkt holen konnte. Davon sollte sich unser Team jedoch nicht beirren lassen, denn wie bereits eingangs erwähnt: entscheidend is' auf'm Platz. [fh]


VfB entdeckt Auswärtsstärke für sich

Sa. 10.09.22, 16:00 Uhr, FC Strausberg - VfB Gramzow 0:1 (0:1)

 

VfB mit: Bartosz Muskala - Robert Schröder (78. Matthias Kowalski), Kai Hansche, Robin Palow, Max Frenzel - Florian Andres (90.+2. Johannes Kühl), Janosch Schmock, Robin Sy - Sören Seethaler (90.+1. Maik Zürner), Pascal Lange, Felix Marschke - Trainer: Maik Zürner

 

Strausberg mit: Marvin Drechsler - Sven Müller, Arthur Tabler, Nico Paepke, Yassine Salah (84. Moritz Meißner), Marcelo Alberto Casas Vazquez, Givanildo Santos Reis, Lee Ryan Walker, Marvin Jaskolka, Lennart Holm Schulz (76. Bledar Mahmuti), Luis Suter (23. Mohanad Khamis) - Trainer: Dirk Reckewitz

 

Schiedsrichter: Marius Pröchtel - Michael Bergander, Maurice Schmidt

Eine der schwersten Auswärtsfahrten der Saison stand am vergangenen Samstag für unsere Erste Herren an. Es ging in den Landkreis Märkisch-Oderland, der in den letzten Jahren immer mehr zum Einzugsgebiet der Landesklasse Nord zählt. Gegen den Absteiger aus der Landesliga, den FC Strausberg, war man zudem auch nicht gerade mit einem Personalsegen bedacht, sodass einige Akteure aus der Zweiten auf der Bank Platz nehmen durften.
Leider war auch der Zuschauerzuspruch nicht gerade berauschend. Hatten sich aus Gramzow verständlicherweise nur handgezählte zehn Fans auf den beschwerlichen Weg gemacht, so konnte der FC leider auch nur knappe 40-50 seiner eigenen Zuschauer ins weite Rund locken – viel Luft nach oben für eine Stadt dieser Größe. Dazu sei aber auch gesagt, dass man aus vergangenen Oberligazeiten sicherlich anderen Fußball und namhaftere Gegner gewohnt ist, als man sie nun in der Landesklasse antrifft.

 

Nichtsdestotrotz, oder vielleicht auch gerade deswegen, gingen unsere Jungs hochmotiviert in die Partie. Anfängliche Unsicherheiten machten sich dennoch breit, gerade über den auf links agierenden Strausberger Luis Suter wurde in der Anfangsphase immer wieder Gefahr heraufbeschworen. Die beste Gelegenheit gehörte auch ihm, als er den Ball aus spitzem Winkel knapp flach am langen Pfosten vorbeischob. Bei dieser Aktion verletzte sich der 25-jährige allerdings sehr unglücklich und musste ersetzt werden. (23.)
Diese Aktion wirkte wie ein Weckruf für den VfB, der in der Folge souveräner agierte. Im Abwehrverbund ging man nun deutlich resoluter zu Werke, und die Angriffe spielte man konzentrierter zu Ende. Die beste Gelegenheit zunächst in der 27. Minute: Sören Seethalers Versuch allein vor Keeper Drechsler konnte von diesem noch mit einem guten Reflex zur Ecke entschärft werden. Besser machte es dann Pascal Lange nur wenige Minuten später: Stark und fair wurde der Ball von Nico Paepke erobert, in dieser Situation als letzter Mann am Ball. Allein auf Drechsler zusteuernd wurde dieser von Lange umkurvt und zum letztendlich goldenen Treffer eingeschoben. (30.)
Pause war hier aber noch nicht, die nächste Riesenchance gehörte Felix Marschke. Die Vorlage von Sören Seethaler konnte aber nicht veredelt werden, der Ball klatschte an das Lattenkreuz. Strausberg blieb in der Zwischenzeit nicht untätig, konnte aber nicht entscheidend vor das Gehäuse von Bartosz Muskala kommen. Auch die vielen Standards für die Heimelf wurden von ihm durch gute Strafraumbeherrschung im Keim erstickt.

 

In der zweiten Halbzeit war es vor allem eine starke Defensivleistung, die dem VfB hier die drei Punkte sicherte. In jeden Ball wurde sich reingehauen, jeder Zweikampf mit der nötigen Härte angegangen. Strausberg war nun sicherlich feldüberlegen und hatte spielerisch einiges anzubieten. Der VfB hielt mit einer starken Defensivtaktik dagegen, verschob sich immer wieder gegen den Ball und ließ kaum Lücken zu. Dennoch kam Strausberg das ein oder andere Mal gefährlich in den Strafraum, doch Fortuna war an diesem Tage Gramzowerin. Immer wieder bekam man noch ein Bein dazwischen, oder Muskala war auf dem Posten.
Durch die nun sehr hoch und breit stehende Abwehrreihe der Strausberger ergaben sich für den VfB natürlich noch einige Kontergelegenheiten. Hier fehlte dann aber in den entscheidenden Momenten etwas die Coolness und durch die kräftezehrende Partie sicher auch die Kraft, um den sprichwörtlichen Sack zuzumachen.

So war es bis zum Schluss eine Zitterpartie. Selbst, als sich der FC Strausberg selbst dezimierte (Lee Ryan Walker mit Tätlichkeit gegen Janosch Schmock), konnte er die Ballkontrolle innehalten. Aber wie schon in der ersten Hälfte reichte es nicht mehr zu einem Treffer, sodass die mitgereisten Gramzower nach 90+4 Minuten gemeinsam mit ihrem Team den 1:0-Auswärtssieg bejubeln konnten.


Eine neue Auswärtsstärke beim VfB?

Vielleicht auch eher eine Momentaufnahme, die man aber sehr gern mitnimmt! [fh]


Aus in der ersten Pokalrunde

Sa. 03.09.22, 14:00 Uhr, FSV Rot-Weiß Prenzlau - VfB Gramzow 2:1 (0:0)

 

VfB mit: Bartosz Muskala - Florian Brennenstuhl (84. Maik Zürner), Kai Hansche, Robin Palow - Janosch Schmock, Lukas Schmiedel, Pascal Lange, Max Frenzel - Sören Seethaler, Felix Marschke, Markus Müller (27. Robin Sy) - Trainer: Maik Zürner

 

Prenzlau mit: Udo Burmeister - Jerome Schulz (66. Lukasz Kruszynski), Manuel Wilski (83. Justin Cornelius Tronnier), Michael Kraft, Danny Holz - Marcel Blume, Enrico Bressel, Lukas Theel, Eric Max Ziese (83. Rudi Moldenhauer) - Denny Zabel, Florian Redmann (90.+3. Chris Mphela Mbeck Kelem) - Trainer: Christian Rauch

 

Schiedsrichter: David Schrödter - Marius Scholz, Lukas Neusüß

...und das war es bereits wieder mit den Pokalträumen für die aktuelle Spielzeit. In der ersten Runde gab es direkt das Aus für unseren VfB, aber nicht nur das. Seit der Auslosung hatte man auf dieses Spiel gegen den FSV Rot-Weiß Prenzlau hingefiebert, handelte es sich doch immerhin um nicht weniger als eines der bedeutendsten Derbys der Uckermark. Und auch wenn beide Teams noch um eine Spielklasse getrennt sind, so hatte wohl trotzdem niemand im Vorfeld einen glasklaren Favoriten ausmachen können.

 

Und auch der Beginn des Spiels bestätigte dieses Bild. Prenzlau in der ersten Viertelstunde sehr gut drauf, drückte dem Spiel direkt seinen spielerischen Stempel auf und verschaffte sich somit einigen Respekt. Das erste dicke Ausrufezeichen setzte der Ex-Gramzower Enrico Bressel mit einem direkten Freistoß von der linken Strafraumkante. Von der Unterkante der Latte sprang der Ball auf die Linie und von dort zurück ins Feld - Glück für den VfB. Auch Denny Zabel hatte eine gute Gelegenheit, verzog aber nach Doppelpass mit dem nächsten Ex-Gramzower, Marcel Blume.

Schreckmoment dann auf Gramzower Seite nach knapp 24 Minute. Markus Müller blieb nach hartem (und unbestraftem) Einsteigen von Manuel Wilski mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. Ein Weitermachen war nicht möglich, sodass der wiedergenesene Robin Sy einen Platz im Mittelfeld einnahm, Pascal Lange rückte dafür auf Müllers Mittelstürmerposition.

Jubel dann plötzlich auf der Gramzower Seite der Tribüne nach Marschkes Freistoßeingabe. Udo Burmeister konnte den hohen Ball nicht festhalten, welcher dann im Netz landete. Aus Sicht der Unparteiischen lag hier wohl ein Foulspiel vor, weshalb der Treffer keine Anerkennung fand. Palow hatte dann noch einen Freistoß auf dem Fuß, welcher aber zu schwach platziert souverän entschärft werden konnte. Das war es aber auch schon mit dieser sehr ereignisarmen ersten Halbzeit.

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war es dann der VfB, der das erste Achtungszeichen setzte. Pascal Lange - im Doppelpass mit Marschke - verzog zentral vor dem Tor nur knapp. Dies sollte der Auftakt zu der wildesten Phase im Spiel sein.

Zunächst die Führung für Rot-Weiß: Blume zog auf links davon und konnte den Ball flach in den Strafraum bringen. Muskala konnte die Flanke aktiv abfangen, ließ den Ball aber etwas nach vorn klatschen. Im Nachfassen stocherte ihm ein Prenzlauer den Ball aus den Händen, was als nicht strafbar bewertet wurde. Florian Redmann nutzte diese Chance und staubte aus Kurzdistanz ab, 1:0. (64.)

Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Florian Brennenstuhl (mit seinem ersten Startelfeinsatz in einem Pflichtspiel für die Erste des VfB) war im Strafraum am Ball und wurde aus dem Tritt gebracht. Er fiel zwar nicht, da die Aktion aber durch den Tritt verpuffte, zeigte Schiri Schrödter folgerichtig auf den Punkt. Robin Palow verwandelte diesen gewohnt sicher. (67.)

Aber genauso schnell wie der Ausgleich fiel, stellte Prenzlau seine Führung wieder her. Gramzows Klärungsversuch nach Ecke nicht konsequent genug, Denny Zabel bekam den Ball vor die Füße und vollstreckte zum 2:1. (70.)

Weiter ging es mit zwei fast identischen Platzverweisen. Pascal Lange musste nach wiederholtem Foulspiel den Platz verlassen. (75.) Und auch Danny Holz auf Prenzlauer Seite musste nur eine Minute später aus dem selben Grund runter. (76.) Eine harte Linie die hier von Schrödter verfolgt wurde, jedoch mit konsequent gleicher Behandlung auf beiden Seiten.

Der VfB versuchte noch einiges, biss sich aber an der gut organisierten Prenzlauer Abwehr die Zähne aus. Logischerweise ergaben sich nun vermehrt Kontergelegenheiten für Rot-Weiß. Einmal war Blume auf der linken Seite mal wieder auf und davon, seine Eingabe auf den freien Redmann konnte durch den zurückgesprinteten Felix Marschke gerade noch per Fuß geklärt werden. Und schon in der Nachspielzeit verhinderte Muskala im direkten Duell mit Redmann schlimmeres. Da auch der VfB trotz aller Bemühungen nicht mehr entscheidend eingreifen konnte, musste man die erste Derbyniederlage seit der Prenzlauer Vereinsneugründung hinnehmen.

 

Glückwunsch an Rot-Weiß und viel Erfolg für die nächste Runde. Alle Landesklassevertreter sollten definitiv gewarnt sein vor der Qualität der Prenzlauer, was inzwischen aber allgemein bekannt sein dürfte. [fh]


Gute Anfangsphase nicht belohnt

Sa. 27.08.22, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - TuS 1896 Sachsenhausen II 2:2 (2:1)

 

VfB mit: Bartosz Muskala - Robert Schröder (46. Florian Brennenstuhl), Kai Hansche, Robin Palow (C) - Lukas Schmiedel, Janosch Schmock, Pascal Lange, Max Frenzel - Sören Seethaler, Felix Marschke (76. Matthias Kowalski), Markus Müller (88. Maik Zürner)

 

Sachsenhausen mit: Lucas von Einem - Yannick Hiller, Kai Czernik (71. Brian Wienholtz), Marlon Taege, Declan Nassar, Elias Rosenberg (59. Jeremy Krüger), Benjamin Gliem (C), Florian Galster (59. Niclas Bergmann), Florian Heinz, Danilo Pressmann, Henri Gomez Amsatu (76. Lukas Fröhlich)

Zum ersten Heimspiel der neuen Saison empfing man mit TuS Sachsenhausen II den nächsten Aufsteiger, diesmal aus dem Kreis OHV/BAR. Die Tussen aus Sachsenhausen waren hochmotiviert, bereits um 13:55 Uhr ging es für die ersten Spieler raus zum Aufwärmen. Die letzten VfB-Spieler waren da noch gar nicht eingetroffen. Die Puste fehlte dann wohl zu Anfang der Partie, der VfB legte los wie die Feuerwehr. Mit starken 20 Minuten spielte man sich einen soliden 2:0-Vorsprung heraus. Beim ersten Tor eroberte Lukas Schmiedel stark den Ball an der Grundlinie, spielte in die Mitte auf den freien Markus Müller, der nur noch einzuschieben brauchte und somit seinen dritten Saisontreffer erzielen konnte. (10.)

Direkt danach das 2:0, diesmal vollstreckte Marschke nach Vorlage von Seethaler aus guter Abschlusspositon eiskalt. Auch nach diesem Doppelschlag blieb man gefährlich, ein flacher Abschluss von Müller war leider zu langsam unterwegs und konnte somit für den bereits geschlagenen Keeper noch von einem Verteidiger vor der Linie erlaufen werden. Aber man ließ auch danach nicht locker: auf den herauseilenden Torwart zulaufend wollte Marschke die hohe Abschlussvariante wählen, er traf aber den Ball nicht richtig. Und ein Diagonalball von Schröder erreichte Seethaler im Strafraum, der für Müller ablegte - in letzter Sekunde verteidigt.
Dann ließ man leider etwas nach, bzw. wurde TuS etwas stärker, es war wohl eine Mischung aus beidem. Mit der ersten richtigen Torchance erzielte Amsatu den Anschlusstreffer, sein Abschluss nach simplen Pass in die Tiefe ging flach in die lange Ecke. (22.)
Leider kam der VfB nicht mehr an seine Leistung der ersten 20 Minuten heran, sodass in der Folge nicht mehr viel bis zur Halbzeit passierte. Da auch Sachsenhausen keine nennenswerten Aktionen mehr verzeichnete, konnte man die Führung mit in die Pause nehmen.

 

Der zweite Abschnitt verzeichnete auf Heimseite leider keine richtige Steigerung mehr. Man erspielte sich zwar einige Halbchancen, die aber im letzten Moment von Sachsenhausen verteidigt oder nicht sauber zu Ende gespielt wurden. Zudem macht Lucas von Einem im Gästetor einen herausragenden Job, fing viele hohe Bälle ab und entschärfte mehrere Abschlussituationen wie die von Seethaler oder Marschke. Aber auch zu diesem Zeitpunkt merkte man schon, dass das Gramzower Spiel immer mehr an Stabilität verlor. Unkonzentriertheiten im Passspiel und ein zögerndes Zweikampfverhalten zogen nun vermehrt auf.
So musste man im Gegenzug sogar den Ausgleich durch den eingewechselten Krüger hinnehmen, nach einem zu leichten Ballverlust im Mittelfeld ging es schnell, zudem war sich Neuzugang Muskala im Gramzower Tor etwas uneinig mit sich selbst beim Herauslaufen. (68.)

Man kann im Anschluss beiden Mannschaften nicht vorwerfen, sich mit dem Unentschieden zufrieden gegeben zu haben. Man versuchte noch einiges, sodass die Abwehrreihen in Vollzeit beschäftigt waren. Richtig Zwingendes ergab sich allerdings nicht mehr, sodass Schiri Chris Wein pünktlich nach 89:58 Minuten abpfiff.

 

Im Endeffekt ein durchaus gerechtes Unentschieden. Die starke Anfangsphase konnte nicht in einen Dreier vergoldet werden. Aber aufgrund des gesamten Spielverlaufes geht das Remis auch so völlig in Ordnung. Die Gäste trugen mit einer guten Partie ihren entscheidenden Anteil dazu bei. Spielt TuS II so weiter, werden sie mit dem Tabellenkeller wohl nichts zu tun haben. [fh]

 


VfB startet mit Auswärtsdreier in die Saison

Sa. 20.08.22, 15:00 Uhr, FC 06 Einheit Grünow - VfB Gramzow 0:3 (0:1)

 

VfB mit: Alexander Odenkirchen - Robert Schröder (85. Matthias Schröder), Kai Hansche, Robin Palow (C) - Lukas Schmiedel, Janosch Schmock (87. William Schmock), Pascal Lange, Max Frenzel - Sören Seethaler, Felix Marschke, Markus Müller

 

Grünow mit: Kevin Czolbe - Ricky Wenzbauer, Ronny Wittenberg (77. Oliver Eiling), Lars Dammaschke - Ferry Manteufel, Matthias Manteufel, Lukas Mantik (C), Stefan Appetz - Davin Joel Kristahn (46. Justin Meyer), Carlo Przelozny (77. Lukasz Marcin Truskowski), Fabian Gehrt

Der Auftakt in die Landesklasse ist geglückt, der VfB Gramzow kehrt mit drei Punkten von Einheit Grünow zurück nach Hause. Diese waren auch wohlverdient, auch wenn sich die Einheit durch zwei Lattenknaller im zweiten Abschnitt sicherlich einen Treffer verdient hätte. Aber alles der Reihe nach.

Gramzow begann abwartend, man ließ Grünow bis zur Mittellinie weitestgehend passieren, die Heimelf schob sich munter in der eigenen Hälfte den Ball zu. Die erste gute Gelegenheit des Spiels leitete dann gleich die Führung ein: an der Mittellinie wurde der Ball erobert, Felix Marschke wurde gut in Szene gesetzt. Allein auf den Torwart zustürmend scheiterte er jedoch an diesem, der Abpraller landete bei einem Grünower. Doch Marschke gab nicht auf, marschierte hinterher und eroberte sich den Ball an der Strafraumkante wieder zurück. Mit erhobenem Blick sah er den freistehenden Markus Müller, legte quer und Müller schob den Ball durch die Beine des Keepers ins Gehäuse - 1:0 (6.).

Im Anschluss wurde dann noch knapp fünf Minuten Fußball gespielt, bevor die Partie leider zu einem offenen Schlachtfeld wurde.

Alles begann mit einem ins Aus trudelnden Ball, den Fabian Gehrt völlig unnötig und mit purer Absicht gegen die Bande vor den Gramzower Zuschauern wuchtete und sich anschließend verbal mit ihnen anlegte. Von nun an war das Spiel geprägt von Fouls auf beiden Seiten und Unterbrechungen im Minutentakt, ein ums andere Mal wurde auf Heimseite lautstark diskutiert. Bösartige Fouls wie das von Ronny Wittenberg, der gegen Felix Marschke schlicht zu spät kam und unbekümmert "durchzog", blieben ohne Verwarnung. Jedes Allerweltsfoul der Gramzower, jede Abseitsentscheidung und selbst Einwurfrichtungen wurden dagegen vehement beim Schiedsrichtergespann reklamiert, in einer teils aggressiven Art, die sich wohl kaum ein anderer Referee gefallen lassen hätte. Der Höhepunkt des Ganzen dann in der 35. Minute, als Ferry Manteufel den Schiedsrichter anging und wegschubste. Selbst für diese grobe Undiszipliniertheit gab es keinen Platzverweis, was wohl einen neuen Maßstab für die Bewertung solcher Szenen setzte. Vorausgegangen war dem ein unsanftes Einsteigen von Pascal Lange, der dafür völlig zurecht ebenfalls die gelbe Karte sah.

Zurück zum sportlichen Teil des Nachmittags: Grünow kam zwischenzeitlich ein paar mal gefährlich zum Abschluss. Lukas Mantik nahm einen Abpraller im Strafraum auf, scheiterte aber aus kurzem Winkel. Auch zwei Freistöße aus aussichtsreichen Positionen konnte die Heimelf verzeichnen, Alex Odenkirchen war aber jeweils zur Stelle. Der VfB verbuchte ebenfalls einige Standardsituationen, aber auch Kevin Czolbe auf der Gegenseite war sehr aufmerksam in der Strafraumbeherrschung. Eine gute Gelegenheit setzte Robin Palow noch per Kopf über den Kasten, bevor es in die Pause ging.

 

Den zweiten Durchgang eröffnete man dann nach Maß. Sören Seethaler wurde im Strafraum freigespielt und legte quer auf den mitgelaufenen Marschke, der sich die Chance diesmal nicht nehmen ließ. (49.) So konnte man die restliche Spielzeit mit einer beruhigenden 2:0-Führung angehen.

Im Verlauf dieser kam es dann zu den besagten Lattentreffern. Einmal von der rechten Strafraumkante, das andere Mal relativ zentral vor dem Tor, als der nach vorn beorderte Lars Dammaschke den Winkel anvisierte und nur um Zentimeter verpasste - Odenkirchen wäre hier ohne Chance gewesen.

So blieb es defensiv bei der Null, und vorn konnte man noch einmal zustechen. Markus Müller verwertete eine Flanke von links in bester Mittelstürmermanier mit dem Kopf zum umjubelten 3:0, welches auch gleichzeitig den Endstand markierte.

Nach dem Abpfiff spielten sich noch unschöne Szenen zwischen einem Grünower Spieler und einem Zuschauer ab, der sich während der Partie aus dem Auto heraus einige Wortgefechte mit den Akteuren lieferte. Noch im Trikot suchte man die Konfrontation, zum Glück konnte das Ordnerpersonal die Situation schnell unter Kontrolle bringen, sodass es nicht körperlich wurde. Dass die Offiziellen diese Situation nicht weiter beobachteten, sondern sich schnellstmöglich in die Kabine begaben, spricht wohl Bände.

 

Fazit: Der VfB siegte in einer schwierigen Partie verdient mit 3:0. Grünow suchte in Ballbesitz häufig die spielerische Lösung und machte die Sache oft nicht schlecht. Der VfB insgesamt aber zielstrebiger, besonders in der Defensive ging man deutlich kompromissloser zu Werke. Ein flüssiges Spiel kam über die 90 Minuten kaum auf, bei den vielen Unterbrechungen und Nickligkeiten war dies schlicht nicht möglich. Vom angeblichen Image-Wechsel, den die Einheit vor zwei Jahren anstrebte, war heute auf dem Platz wenig zu sehen. Hoffentlich besinnt man sich im Verlauf der Saison auf das sportliche, denn dies sah phasenweise nicht schlecht aus und hätte durchaus Potenzial für den Klassenerhalt. [fh]