News & Berichte


starker Heimauftritt mit 3 Punkten belohnt

Mo. 06.06.22, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - SG 47 Bruchmühle 5:0 (2:0)

 

VfB mit: A. Odenkirchen - K. Hansche (75. M. Schröder), M. Frenzel, R. Sy - M. Blume, J. Schmock, Fl. Andres, L. Schmiedel - F. Marschke (69. M. Müller), S. Seethaler (75. M. Zürner), P. Lange

 

Bruchmühle mit: J. Niedling - P. Schröder, N. Hoffmann (28. M. Mittank, 69. V. Schenker), E. Bohlemann, R. Mütze, N. Bauer (55. C. Bierwind), D. Dreetz, L. Görtchen, T. Stemmer (69. L. Harms), P. Müller, T. Menning (69. N. Engmann)

Befreiungsschlag, Vorentscheidung, "endlich mal wieder" - wie auch immer man es auch nennen mag, mit diesem klaren Sieg über die SG Bruchmühle hat man das Abstiegsgespenst nun wohl endgültig vertrieben, und das hochverdient nach einer couragierten Leistung.

Man beherrschte die Partie von Beginn an, bereits nach 3 Minuten verhinderte Gästekeeper Julian Niedling mit einer klasse Parade den Einschlag nach Kopfball von Pascal Lange. Auch in der Folge blieb man am Drücker und erspielte sich neben mehreren Halbchancen auch diverse Eckbälle. Einer davon landete über Umwege vor den Füßen von Kai Hansche, der aus 7 Metern keine Mühe hatte, das Leder über die Linie zu schieben. (14.)

Und auch das 2:0 entsprang einem Standard, sauber von Marcel Blume getreten und eingenickt von Florian Andres, eine Ecke wie aus dem Lehrbuch. (27.)

Bruchmühle kam nur gelegentlich in die Nähe des Gramzower Sechzehners und strahlte dabei noch seltener Gefahr aus. Die beste Gelegenheit hatte der frühzeitig eingewechselte Marcel Tilo Mittank, seinen Abschluss lenkte Alex Odenkirchen mit einem starken Reflex noch an den Außenpfosten. So ging es mit der Führung im Rücken in die Pause. Wohlahnend, dass die Gäste ihr Spiel im zweiten Abschnitt angesichts der Tabellensituation offensiver gestalten müssen und nochmal kommen würden.

 

Und tatsächlich kam es so, dass der VfB die Spielkontrolle nun zwischenzeitlich nicht mehr so ganz inne hatte. Der Abstand zwischen den Reihen wurde gegen den Ball größer, die Fehlpassquote stieg an und man ließ die Gäste mehr und mehr gewähren. Und auch wenn sich dennoch nicht die ganz großen Gelegenheiten für Bruchmühle ergaben, kam das beruhigende 3:0 zum perfekten Zeitpunkt - hatte man es doch in dieser Saison einfach oft genug erlebt, dass in solchen Spielsequenzen komfortable Führungen noch verspielt wurden. So nutzte aber Janosch Schmock einen Freiraum nach schnellem Gegenangriff aus und vollendete überlegt. (69.)

Man war nun wieder voll in der Partie, zeichnete sich durch fair geführte Zweikämpfe und starke Balleroberungen aus. Dass die Partie auch durchaus noch höher hätte ausgehen können, zeigen der wegen knappem Abseits zurück genommene Treffer von Lange oder der eingewechselte Markus Müller, der seinen ersten Ballkontakt mal direkt mit dem Kopf an die Latte setzte.

So mussten noch zwei Standards für das Endergebnis herhalten. Lange war schneller am rollenden Ball als Keeper Niedling, der mit seiner Hand nur noch den Fuß des VfB-Stürmers erwischt. Marcel Blume versenkte den folgenden Strafstoß sicher. (80.)

Und er legte mit dem Schlusspfiff noch einen drauf, diesmal aber aus knapp 25 Metern. Der Freistoß - sauber platziert - sorgte für das hochverdiente 5:0 gegen einen Gegner, für den die Luft in der Liga immer dünner zu werden scheint.

 

So findet man sich nun auf dem 10. Platz der Landesklasse Nord wieder. Angesichts der vielen Rechenspielchen aus den oberen Ligen weiß aktuell noch niemand so genau, wie viele Absteiger es denn nun tatsächlich geben wird. Fakt ist aber, dass man zumindest schonmal Pinnow, Bruchmühle und die abgemeldeten Neuenhagener (nahezu) uneinholbar hinter sich gelassen hat. Mit einem Sieg über die punktgleichen Gartzer am kommenden Freitag (18:30 Uhr!) kann man für glasklare Verhältnisse sorgen. Packen wir es an! [fh]


VfB auch gegen den Tabellenletzten sieglos

Sa. 16.04.22, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - SV 90 Pinnow 2:2 (1:1)

 

VfB mit: M. Silewicz - M. Schröder, R. Schröder (46. M. Zürner), F. Hansche (75. S. Seethaler), M. Frenzel - Fl. Andres, R. Sy, K. Hansche - J. Schmock, L. Schmiedel, M. Müller

 

Pinnow mit: J. Deutschland - M. Apelt, P. Hermann, K. Wilke, T. Schartow - J. Kriese (56. D. Badji), K. Langbecker, M. Martini, K. Konitzer, E. Bayani - R. Neßler

Im Kellerduell trennten sich der VfB Gramzow und der SV 90 Pinnow mit einem leistungsgerechten Unentschieden. Zufrieden konnte damit keines der beiden Teams sein, zumal die anderen Kellerkinder aus Britz und Bruchmühle ebenfalls punkteten.

 

Den ersten Schuss des Spiels feuerte der Pinnower Rick Neßler nach knapp 3 Minuten ab, allerdings ungefährlich neben das Tor. Danach hatte man den Gegner zumindest defensiv halbwegs im Griff.

Stark ersatzgeschwächt (Lange, Blume, Marschke, Seethaler (auf der Bank) allesamt in der Offensive  fehlend) fand der VfB jedoch zunächst kein probates Mittel, um den tiefstehenden Pinnower Defensivverbund um Kapitän Philip Hermann vor ernsthafte Probleme zu stellen. Zu berechenbar und nicht präzise genug war das Angriffsspiel, sodass kaum nennenswerte Torchancen heraussprangen.

Aufgrund der Spielanteile etwas überraschend gingen dann die Gäste mit 1:0 in Führung (28.): Der dribbelstarke Eshagh Bayani konnte nach einem Einwurf aufdrehen, ging an zwei VfB-Verteidigern vorbei und tauchte plötzlich im Strafraum auf. Statt das Abspiel zu forcieren, schloss er aus kurzem Winkel flach in die kurze Ecke ab und konnte so den endlich wieder zur Verfügung stehenden Mateusz Silewicz überwinden.

Der Ausgleich ließ aber nicht lange auf sich warten. Nachdem der VfB bereits im Vorfeld viele Standardsituationen verbuchen konnte, köpfte Florian Andres eine gut getretene Ecke von Kai Hansche zum 1:1 ein (31.) Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeit.

 

Für den zweiten Abschnitt wechselte sich Coach Maik Zürner dann selbst ein, um nochmal neuen Schwung in der Offensive zu erzeugen. Dieser kam zunächst auch, kurz nach Wiederanpfiff hatte Markus Müller eine Riesenchance für den VfB, alleine aufs Tor zusteuernd scheiterte er aber am stark reagierenden Justin Deutschland. Für die Gäste kam der agile Djibril Badji in die Partie, der dem Spiel auch nochmal seine Akzente verleihen sollte. Direkt nach seiner Einwechslung kam ein Freistoß aus dem Halbfeld in Gramzower Strafraum. Uneinigkeit in der Klärungsaktion sorgte dafür, dass der Ball genau vor Badjis Füßen landete, der aus 5 Metern kein Problem hatte, den Ball einzuschieben.

Nun rannte man dem Rückstand erneut hinterher. Kai Hansche mit der besten Möglichkeit in dieser Zeit, allein auf Deutschland zusteuernd scheiterte er an diesem. Pinnow verzeichnete noch einige gute Kontergelegenheiten, einmal verzog der Ex-Gramzower Kristof Konitzer aus aussichtsreicher Position, ein anderes Mal knallte Badji den Ball aus sehr spitzem Winkel an das Lattenkreuz.

Für die Gramzower sorgte nun Sören Seethaler - inzwischen eingewechselt - noch einmal für mehr Gefahr. In der 84. Minute war es dann soweit, Markus Müller verwertete eine Flanke von außen per Kopf zum 2:2.

Der VfB machte nun noch einmal mächtig Druck auf den Pinnower Kasten, Keeper Deutschland musste stets auf der Hut sein, und war es auch. Einen starken Abschluss auf die lange Ecke lenkte er sensationell um den Pfosten, eine Serie von Standards konnte trotz aussichtsreichen Abschlusspositionen nicht verwertet werden. Vor allem Kevin Wilke setzte sich immer wieder im Zweikampf und in der Luft durch, eine Riesenpartie des Pinnower Verteidigers.

So beendete der gut leitende Schiedsrichter Christian Winkler die Partie mit einem Unentschieden.

 

Nächste Woche geht es an gleicher Stelle gegen die SG 47 Bruchmühle. Die Vorzeichen zur Partie sind die gleichen, nur hoffentlich mit der ein oder anderen zurückkehrenden Personalie. Noch hat man nach wie vor alles selbst in der Hand. [fh]


Heftige Niederlage in Wriezen

Sa. 09.04.22, 15:00 Uhr, FSV Blau-Weiß Wriezen - VfB Gramzow 5:1 (2:1)

 

VfB mit: A. Odenkirchen - K. Hansche, R. Schröder, M. Frenzel - Fl. Andres (65. M. Kowalski), J. Schmock, M. Aschenbrenner, R. Sy (71. J. Kühl) - M. Blume, P. Lange (85. F. Hansche), M. Müller

 

Wriezen mit: D. Meinert - M. Glienicke, B. Haferbecker (46. F. Akwa Tabi), J. Radig (75. C. Wegner), C. Kamp, T. Scholz, N. Fritsche, F. Pekrul (68. M. Wegner), A. Skrzypiec, D. Behnke, T. Rosnitschek (83. C. Mphela Mbeck Kelem)

Am vergangenen Samstag traf man auf den FSV Blau-Weiß Wriezen. Der Gegner, der etwas überraschend ganz oben in der Tabelle mitmischt, konnte bereits die Hinrundenpartie für sich entscheiden, man wusste also um den schweren Gang, der da vor dem Team lag. Das Spiel fand im Nachbarort Bliesdorf statt, da das Wriezener Stadion am Bockberg aktuell eine Baustelle ist. Nicht die besten Platzverhältnisse, aber dennoch eine gemütliche Sportanlage mit einem gewissen Flair. Leider musste man aber auch diese Heimreise mit leerem Gepäck antreten.

 

Dabei begann man relativ verheißungsvoll. Ein Favoritenrolle war zunächst von außen nicht unbedingt zu erkennen. Die hochstehende Abwehrkette der Wriezener konnte gerade in der ersten halben Stunde relativ häufig überspielt werden, allerdings meist durch das Unparteiischen-Gespann um David Schrödter per Abseits unterbunden. Auch der vermeintliche VfB-Führungstreffer durch Florian Andres wurde aus selbem Grund zurückgepfiffen. Und wie es sich so durch die ganze Saison zieht, führte inkonsequentes Abwehrverhalten zur Führung für das Heimteam. Ein Einwurf (!) in den Strafraum konnte nicht per Kopf geklärt werden, am langen Pfosten stand Benno Haferbecker mutterseelenallein bereit und bedankte sich mit dem 1:0 für die Heimelf (22.). Beim 2:0 in der 38. Minute wurde Florian Pekrul freigespielt und vollendete mit einem Flachschuss in die lange Ecke. Aber das sollte es noch nicht gewesen sein für die erste Halbzeit: Nach einem Standard konnten diesmal die Wriezener den Ball nicht direkt klären; der Ball landete vor den Füßen von Andres, der am schnellsten schaltete und auf 2:1 verkürzte (44.)

 

Somit war für die zweite Halbzeit noch alles drin. Diese begann zunächst erstmal mit einer wetterbedingten Unterbrechung, sodass sich das Spiel gut 15 Minuten nach hinten verzögerte. Aus dieser kamen die Hausherren leider etwas besser und wacher zurück. Tobias Rosnitschek konnte zentral vor dem Strafraum einen unbedrängten Doppelpass mit Pekrul spielen und anschließend an Odenkirchen vorbei ins Tor einschieben, 3:1. Und nur eine Minute später waren dann alle Messen gesungen, als Felix Akwa Tabi mit einem Treffer der Marke "Traumtor" das Ergebnis auf 4:1 hochschraubte. Der VfB gab zwar nicht auf, besonders Pascal Lange drängte sich mit zwei guten Schüssen und einem beherzten Dribbling (per riskanter Grätsche gestoppt, Situation blieb ungeahndet) noch einmal auf. Letztendlich blieb es aber bei den Versuchen, sodass am Ergebnis nichts mehr zu rütteln war. Stattdessen wechselte Blau-Weiß mit Christian und Matthias Wegner nochmal ordentlich Erfahrung ein. Zweiterer konnte sich den Ball nach einer vorerst geklärten Ecke ca. 20 Meter vor dem Tor seelenruhig zurechtlegen und mit einem satten Schuss nochmal das 5:1 klar machen. Dies sollte dann auch der Schlusspunkt in der für den VfB unrühmlichen Partie sein.

 

Auch wenn man sich davon nichts kaufen kann, aber der VfB spielte nicht so schlecht, wie es das Ergebnis aussagt. Feldvorteile gab es eher nicht, sicherlich fiel auch das Ergebnis 2 Tore zu hoch aus. Aber es ist nun mal so, wie es immer ist: wenn du unten drin stehst, läuft einfach alles gegen dich. Zumindest konnte man an diesem Spieltag die Distanz nach ganz unten halten, da alle anderen Teams ebenfalls verloren.

Nun stehen die Wochen der Wahrheit an. In der kommenden zwei Wochen trifft man nacheinander auf Pinnow und Bruchmühle, sprich auf den Letzten und Vorletzten der Landesklasse. Beide Spiele finden zu Hause statt. Zwei Partien, in denen dringend dreifach gepunktet werden muss, um sich aus dem größten Schlamassel raus zu halten. Also, gehen wir es gemeinsam an! [fh]

 


Aus im Pokal

Sa. 26.03.22, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - Schönower SV 2:5 (0:4)

 

VfB mit: A. Odenkirchen - K. Hansche (85. A. Schatz), R. Schröder, M. Frenzel - J. Schmock, M. Aschenbrenner (71. R. Sy), M. Thom (54. M. Schröder), Fl. Andres (85. W. Schmock) - M. Blume, P. Lange, M. Müller (85. M. Giese)

 

Schönow mit: K. Matusiak - C. Freudenberg, R. Jung, H. Engelmann (57. D. Szmulski) - H. Splett, O. Boche, O. Löffler (85. N. Lootze), F. Seidel, L. Drews - W. Szczupakiewicz, M. Zachowski (75. D. Fuchs)

Es war eines dieser Spiele, welches man am liebsten sofort wieder vergessen möchte. Nach einem Spiel, welches so wohl niemand erwartet hatte, war die Enttäuschung groß. Erneut schied man im Pokal gegen den Schönower SV aus. Vor allem die Art & Weise hinterließ den ein oder anderen relativ fassungslos.

 

Der VfB mit leichten Umstellungen zu den Vorwochen, diesmal agierte Kai Hansche als hinterstes Glied im 3-5-2-System. Schönow mit der gleichen Formation, wirkte allerdings über die kompletten 90 Minuten konzentrierter. Bestes Beispiel direkt in der vierten Minute: Freistoß aus dem rechten Halbfeld für Schönow, der Ball segelt an mehreren VfB-Verteidigern vorbei durch den Strafraum, am langen Pfosten war Lukas Drews hellwach und drückte den Ball zur frühen Führung über die Linie. An diesem Punkt konnte man natürlich noch nicht über "verdient oder nicht" sprechen, dieses Prädikat holte sich Schönow aber im weiteren Verlauf der ersten Hälfte ab.

Das 0:2 erzielte Oliver Boche mit einem Freistoß aus 17 Metern, flach in die Torwartecke. Keeper Odenkirchen verspekulierte sich, der Freistoß wurde allerdings auch erst durch inkonsequentes Abwehrverhalten verschuldet.

Keine zwei Minuten später knallte Felix Seidel den Ball mit einem Fernschuss wuchtig in die Maschen. 0:3 nach 26 Minuten, das sorgte natürlich für lange Gesichter unter den 250 Zuschauern. Nach vorne kam der VfB nur gelegentlich, und wenn dann ungefährlich. Die beste Chance zum Anschlusstreffer besaß Janosch Schmock nach guter Kombination, aus knapp 10 Metern zog er den Ball allerdings über den Kasten.

Statt des Anschlusstreffers setzten die Schönower kurz vor der Pause noch einen drauf. Einen simplen langen Ball nach Gramzower Abseitsposition vermochte das VfB-Personal gleich zwei Mal nicht per Kopf zu klären. Hein-Peter Splett nahm den Ball dankend im Strafraum an und wurde von Florian Andres regelwidrig zu Fall gebracht. Christian Freudenberg ließ sich die Chance aus 11 Metern nicht nehmen und verwandelte sicher. 0:4 zu Hause zur Halbzeit... Das schaffte selbst der Regionalligist Babelsberg 03 vor zwei Jahren im Landespokal nicht.

 

Direkt nach der Halbzeit hatte Markus Müller eine gute Chance zum Anschlusstreffer, konnte den Ball aber nicht gefährlich aufs Tor bringen. Schönow hatte im Anschluss daran noch 5-10 starke Minuten mit mehreren gefährlichen Aktionen, bis der VfB dann wechselte. Routinier Matthias Schröder kam für Max Thom und übernahm den defensiven Part, Hansche rückte dafür ins Mittelfeld. Die Umstellung brachte erstmal mehr Sicherheit und Stabilität ins Spiel. Und damit konnte man auch etwas die spielerische Oberhand gewinnen, was sich prompt in Toren auszahlte. In der 61. sowie 66. Spielminute schlug Mittelfeldmann Janosch Schmock dann doppelt zu. Einmal nutzte er eine Uneinigkeit in der Schönower Hintermannschaft aus, sowie einmal nach klasse Schnittstellenpass von Pascal Lange. Zwei Tore und noch 25 Minuten, sollte da etwa noch was gehen?

Die Hoffnung wurde dann allerdings in der 77. Minute zerschlagen. Ein Diagonalpass erreichte Splett, der den Ball klasse behauptete und in die Mitte legte, wo der eingewechselte Dariusz Szmulski nur noch einzuschieben brauchte. Damit war das Spiel quasi gelaufen, durch die restlichen Wechsel kam auch kein wirklicher Spielfluss mehr zustande.

 

Glückwunsch an den Schönower SV zum verdienten Finaleinzug. Die Gäste haben damit nun ein Heimspiel, da das Finale in diesem Jahr nach Schönow vergeben wurde. Dort treffen sie am 1. Mai auf die Gartzer, welche einen knappen Sieg über den Kreisoberligisten aus Vierraden erlangten. [fh]


Niederlage gegen übermächtiges Zepernick

Sa. 05.03.22, 15:00 Uhr, SG Einheit Zepernick - VfB Gramzow 4:1 (2:1)

 

VfB mit: A. Odenkirchen - M. Kowalski, F. Hansche, R. Schröder, C. Vorwerk (72. M. Aschenbrenner) - K. Hansche, M. Thom, M. Frenzel (27. R. Sy, 82. Fl. Andres) - M. Blume, P. Lange, L. Schmiedel

 

Zepernick mit: D. Tietz - M. Gerhard (46. V. Lipp), N. Liebenthal, A. Rathmann, L. Park - P. Töpfer, M. Becke, P. Opitz (64. P. Schmid) - T. Kialka (70. J. Gedenk), K. Maek, L. Grabarek

 

Der schwierige Auftakt gegen die drei besten Hinrundenteams ist zu zwei Dritteln abgeschlossen, am Samstag trat man zum vermeintlich schwersten Auswärtsspiel der Saison beim Tabellenführer in Zepernick an. Dass das Spiel auf Kunstrasen stattfand, kam besonders den technisch hervorragenden Gastgebern zu Gute, die das Spielgerät auch von der ersten Minute an sich rissen.

Die Vorzeichen für den VfB mal wieder suboptimal, neben den Langzeitverletzten saßen drei Leute ihre Sperren aus der Vorwoche ab, darunter auch der in den letzten Wochen defensiv eingesetzte Sören Seethaler. Somit musste Coach Zürner mal wieder kräftig in der Taktikkiste graben. Ganze fünf Spieler aus dem Kreisoberligateam der Zweiten standen in der Anfangsformation, welche sich gegen den Ball gut in das System einfügten. Dazu musste noch Max Frenzel bereits in der ersten Halbzeit mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ausgewechselt werden, gute Besserung an dieser Stelle!

 

Der VfB kam gut ins Spiel, stand zunächst sicher und war griffig in den Zweikämpfen. In Ballbesitz wurde das eigene Mittelfeld in den allermeisten Fällen überbrückt, Zepernick ließ den Ball dagegen ansehnlich durch die eigenen Reihen laufen. Also zwei völlig unterschiedliche Spielsysteme, die hier aufeinander prallten.

In der ersten halben Stunde ließ man wenig zu, auch die Zepernicker hatten noch nicht die Präzision im Passspiel erreicht, die sich Trainer Lucio Geral wohl gewünscht hätte. Was aber auch dem guten Stellungsspiel der VfB-Abwehr um den alles in allem hervorragend auftretenden Matthias Kowalski zu verdanken war. Konnte man den Ball bereits mal im zweiten Drittel erobern, versuchte man schnell über die offensiven Marcel Blume, Pascal Lange und Lukas Schmiedel nach vorn zu kommen. Trotz teils guter Kombinationen kam aber auch hier noch keine rechte Torgefahr auf. Bis zur 35. Minute, als Schmiedel einen Doppelpass mit Lange spielte und man plötzlich 3 gegen 2 auf das Zepernicker Tor zulief. Schlampig zu Ende gespielt, brachte der Angriff "nur" eine Ecke ein. Diese servierte Marcel Blume butterweich in den Strafraum, wo der groß gewachsene Kowalski zur Stelle war und zur überraschenden 1:0-Führung einnickte.

Dies schien allerdings ein Weckruf für die Hausherren zu sein. Mit dem nächsten Angriff war der Ausgleich wieder hergestellt. Über mehrere Stationen kam der Ball im Strafraum zu Kevin Maek, welcher nochmal zurücklegte, wo der freistehende Marinko Becke überlegt flach ins lange Eck abschloss.

Das sollte es für den ersten Durchgang allerdings noch nicht gewesen sein: Erneut wurde der überragende Maek in der Spitze angespielt, wo er den Ball stark behauptete und perfekt in den Lauf von Torjäger Luca Grabarek servierte, welcher mit einem satten Schuss das Spiel auf 2:1 drehte. (40.)

 

Die Geschichte des zweiten Durchgangs ist schnell erzählt. Zepernick kam nun noch dominanter aus der Kabine, schraubte den Ballbesitz nochmal von gefühlten 75 auf 80 Prozent hoch. Die Entlastung nach vorn wurde für den VfB mit fortschreitender Spielzeit auch zusehends weniger. Einmal wurde es in der Zepernicker Defensive nochmal gefährlich, als sich Blume durch die Reihen dribbelte und auf dem Weg in den Strafraum war. Regelwidrig wurde er kurz vor diesem gestoppt, den folgenden Freistoß konnte Dennis Tietz im Tor der Heimelf aber entschärfen.

Die beiden Tore zum Endstand legte sich die Zepernicker Stürmerkollegen Grabarek und Thiemo-Jerome Kialka jeweils selbst auf.

Beim 3:1 ließ Grabarek VfB-Verteidiger Florian Hansche alt aussehen, legte den Ball über rechts in den Strafraum, wo Kialka unbedrängt einschieben konnte. Beim 4:1 hinterlief Grabarek seinen Kollegen über links, der perfekt getimte Pass wurde direkt abgeschlossen, noch leicht abgefälscht hatte Keeper Odenkirchen hier, wie auch bei allen anderen Treffern, keine Chance.

Die unzähligen weiteren Angriffe konnten mit Mann und Maus verteidigt werden, sodass die Einheit ihre spielerische Überlegenheit nicht in ein noch höheres Ergebnis ummünzen konnte.

 

Fazit: Zürner stellte seine Mannen gut auf den Gegner ein, die im Vorfeld durch Beobachtungen gewonnenen Erkenntnisse konnten gut genutzt werden. Wenn die Abwehr aber über 90 Minuten quasi dauerbeschäftigt wird, muss man zwangsläufig auch einige Momente der Unkonzentriertheit in Kauf nehmen. Besonders gegen einen so spielerisch starken Gegner, der seinen Weg in den kommenden Jahren mit Sicherheit noch weiter nach oben gehen wird. Mit dem vorhandenen Spielermaterial sollte das aber auch der Mindestanspruch sein.

Von daher ist ein 4:1 auswärts kein Beinbruch, die Punkte holt man woanders. Im Optimalfall bereits in der kommenden Woche im Heimspiel gegen den SC Victoria Templin, der Dritte aus dem Spitzentrio. [fh]


Remis nach kampfbetontem Spiel

Sa. 26.02.22, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - FSV Schorfheide Joachimsthal 2:2 (1:1)

 

VfB mit: A. Odenkirchen - S. Seethaler, R. Schröder (77. M. Kowalski), M. Frenzel - F. Hansche, J. Schmock (88. M. Thom), K. Hansche, M. Blume (88. C. Vorwerk) - L. Schmiedel (67. R. Sy), P. Lange, M. Müller

 

*Joachimsthal ohne veröffentlichte Spielerliste

 

Am vergangenen Samstag empfing man auf dem Platz in Lützlow den FSV Schorfheide Joachimsthal, die vor der Saison von nicht wenigen als einer der Ligafavoriten gehandelt wurden. Nach der 5:1-Niederlage im Hinspiel war man auf Wiedergutmachung aus. Mindestens ein Punkt sollte es sein, um den 5:0 Sieg gegen Gartz aus der Vorwoche zu veredeln. Da Matthias Schröder-Roland und Florian Andres aus der Vorwoche nicht zur Verfügung standen, rückten Florian Hansche und Markus Müller in die Startelf.

 

Das Spiel begann dann auch so, wie man es bei den schwierigen Platzverhältnissen vermuten konnte: intensiv in den Zweikämpfen, nicht unbedingt immer schön anzusehen. Der dauerhaften Spannung, die über dem Platz lag, tat dies allerdings keinen Abbruch. Chancen waren auf beiden Seiten zunächst Mangelware. Dafür sparte Schiedsrichter Pawlisiak allerdings nicht mit den gelben Karten. Nach 25 Spielminuten hatte er bereits 4 davon gleichmäßig verteilt. Damit hatte er sich selbst eine sehr harte Linie auferlegt, die dann auch bis zum Schluss durchgezogen wurde. Dazu später mehr.

Zunächst ging man mit 1:0 in Führung. Marcel Blume überspielte die Abwehr und setzte Müller in Szene. Dieser überlupfte gekonnt den herauslaufenden Gästekeeper und schob dann frei zur Führung ein. Diese hielt allerdings nur 5 Minuten an. Eine Freistoßflanke konnte durch VfB-Keeper Alex Odenkirchen nicht festgehalten werden. Der Ball landete zwar vor Gramzower Füßen welche diesen aber nicht konsequent klären konnten. So kam das Spielgerät auf Umwegen zu einem Joachimsthaler, welcher dann auch noch einen Gramzower Spieler anschoss, sodass der Ball abgefälscht ins Tor trudelte. Ein Gegentreffer, wie er unglücklicher kaum fallen kann...

 

Davon unbeirrt kam man allerdings in die zweite Halbzeit. Ein erster guter Angriff führte zu einer Ecke. Müller köpfte die entsprechende Eingabe an die Unterkante der Latte, von dort sprang der Versuch nach unten. Für viele war der Ball bereits hier hinter der Linie, Kai Hansche ging aber auf Nummer sicher und wuchtete die Pille nochmal etwas eindeutiger ins Netz. 2:1 nach 48 Minuten, so konnte es gerne weitergehen.

Das Spiel sollte allerdings eine unrühmliche Wendung nehmen. In einem Allerweltszweikampf versuchte Müller im Laufduell seinen Gegenspieler abzuschirmen, hatte dabei seine Arme etwas weit draußen und der Joachimsthaler ging zu Boden. Alles klar, Stürmerfoul am Seitenaus, Freistoß hinnehmen und weiter geht's - denkste! Zur Verwunderung aller holte Pawlisiak den gelb-roten Karton raus und stellte den Torschützen vom Platz. Nicht mal ein Raunen gab es unter den ca. 150 Anwesenden, da die Situation niemand mehr so wirklich für voll genommen hatte.

Das Ganze geschah in der 64. Minute, die Entlastung nach vorn wurde ab da natürlich etwas weniger. Allerdings auch, da der Druck der Joachimsthaler nun zunahm und man defensiv mehr und mehr gefordert war. Pascal Lange und Lukas Schmiedel versuchten hier und da noch ein paar gefährliche Situationen zu initiieren, waren aber auch zunehmend mit Defensivaufgaben beschäftigt.

Im 5-Minuten-Takt wurden dann die wuchtigen Abwehrspieler der Schorfheider nach vorn beordert. Allerdings organisierte Sören Seethaler seine Nebenleute erneut hervorragend, sodass nicht viel mehr als ein paar Fernschüsse zugelassen wurden, alle mehr oder minder ungefährlich oder sichere Beute für Odenkirchen. Bereits in der Nachspielzeit erneut einer dieser Versuche: Odenkirchen kommt ran und lässt ihn abklatschen. Im Nachfassen begräbt er den Ball unter sich und bekommt dabei sogar auch noch den langen Fuß eines Schorfheiders ab. Ein Pfiff ertönt. Stürmerfoul und Freistoß? Nein, Pawlisiak zeigt auf den Punkt! Eine exklusive Sichtweise, die selbst viele Joachimsthaler so nicht geteilt hätten. Aber auch leider eine Chance, die sich der FSV nicht nehmen ließ, in der 90.+4. Minute glich der Gast doch aus. So endete die Partie sehr unglücklich mit 2:2 und der erhoffte kleine Sprung in der Tabelle blieb aus. [fh]


stürmischer Samstag in zweierlei Hinsicht

Sa. 19.02.22, 14:00 Uhr, VfB Gramzow - SV Blau-Weiß 90 Gartz 5:0 (1:0)

 

VfB mit: A. Odenkirchen - S. Seethaler, R. Schröder (66. M. Kowalski), M. Schröder-Roland - Fl. Andres (66. M. Müller), M. Frenzel, K. Hansche (80. C. Vorwerk), J. Schmock (77. F. Hansche) - L. Schmiedel (77. A. Schatz), P. Lange, M. Blume

 

Gartz mit: A. Ludwig - E. Duckert, M. Jenek, S. Kmetyk - M. Lenke, P. Mroz (90. E. Lindow), M. Krol, T. Zander (50. O. Nieclaus), T. Oppelt - E. Landeck (69. M. Kohlheim), S. Spann

 

Ungewissheit plagte beide Teams bis kurz vor dem Anpfiff. Welche Auswirkungen würde der Orkan "Zeynep" auf die Ansetzung haben? Ist der Platz bespielbar? Erklärt der Schiedsrichter die äußeren Bedingungen (Windböen bis ca. 70-80 km/h) für zumutbar? Vielerorts wurden die Spiele bereits im Vorfeld abgesagt oder fielen kurzfristig aus. In Lützlow entschied man sich glücklicherweise auf die Durchführung der Begegnung.

 

Die Seitenwahl ging dann durch Kapitän Marcel Blume direkt verloren, sodass man in der ersten Halbzeit gegen den Wind ankämpfen musste. Die Mannen von Coach Maik Zürner waren aber bestens darauf eingestellt. Man zog sich gegen den Ball weitestgehend in die eigene Hälfte zurück und ließ Gartz bis zur Mittellinie passieren. Gleich in der 4. Minute die erste Schocksituation für den VfB, eine Eckballeingabe köpfte Sascha Spann an die Unterkante der Latte, der Ball sprang von der Linie zurück ins Feld. (4.) Insgesamt Gartz in der ersten Viertelstunde deutlich besser im Spiel, die Gramzower brauchten so ihre Zeit um mit den schwierigen Windverhältnissen klar zu kommen, Stellungsspiel und Zweikampfführung mussten erst noch justiert werden. Sören Seethaler, heute wieder in der Defensive agierend, hätte alle Hände voll zu tun seine Reihen zu sortieren.

Auf der Gegenseite konnte aber auch der VfB mit schnellen Gegenangriffen immer wieder Nadelstiche setzen, besonders Pascal Lange und Lukas Schmiedel kombinierten sich ein ums andere Mal gefährlich in die Gartzer Hälfte, jedoch noch mit Schwierigkeiten beim entscheidenden Abspiel. Mit zunehmender Zeit bekamen sie aber immer mehr Präzision ins Spiel: Scheiterte Lange noch kurz zuvor nach Eingabe von Schmiedel an Gästekeeper Andy Ludwig, konnte Schmiedel die umgekehrte Variante zum 1:0 verwandeln, nachdem er gut auf den ersten Pfosten einlief. (21.)

Gartz hatte bis zur Pause nochmal 2 gute Gelegenheiten, besonders Eric Landeck kam gefährlich vor das Gramzower Tor, scheiterte aber am stark reagierenden Alexander Odenkirchen.

Die Pausenführung im Endeffekt durchaus verdient, über einen Gegentreffer hätte man sich aber auch nicht beklagen können.

 

Nun konnte man aber mit einer Führung und dem Wind im Rücken in die zweite Hälfte starten. Lange konnte dann gleich mal durch einen Ausrutscher in der Gartzer Abwehr allein auf Ludwig zulaufen, setzte den Ball über ihn rüber, allerdings auch neben den Kasten. (49.)

Zwei Minuten später wurde er im Strafraum angespielt, wollte den Ball mit der Brust annehmen und wurde dabei von Ludwig über den Haufen gerannt. Marcel Blume verwandelte den fälligen Strafstoß gewohnt sicher zur 2:0 Führung. (51.)

Nun konnte man etwas sicherer aufspielen. Für Gartz ergaben sich kaum noch Torgelegenheiten, maximal Halbchancen sprangen aus den Angriffsversuchen heraus. Sicherlich machte sich im Spiel der Gäste hier auch der Ausfall ihres Top-Torjägers und Spielertrainers Nico Wendlandt bemerkbar. Da der Defensivverbund der Gäste aber auch weiterhin wie im ersten Durchgang sehr hoch stand, konnte man nun den Rückenwind nutzen und diesen ein ums andere mal überspielen. So auch in der 63. Minute, als Routinier Matthias Schröder-Roland einen perfekt getimten Ball auf Blume spielte und dieser von der linken Strafraumkante eiskalt zum 3:0 ins lange Eck verwandelte.

Nun war Wechselzeit beim VfB, Matthias Kowalski und Markus Müller kamen für Florian Andres und Robert Schröder in die Partie. Besonders der zweite Wechsel sollte sich lohnen. In der 75. Minute flankte Blume auf den langen Pfosten, wo Müller in bester Stürmermanier mit der Sohle zur Stelle war und den Ball zum 4:0 über die Linie drückte. Und in der 85. schob er gleich noch das 5:0 hinterher, als er im Strafraum angespielt wurde und nach Doppelpass mit dem Pfosten vollenden konnte. Einmal hatten die über 100 Zuschauer nochmal den Jubelschrei auf den Lippen, als der eingewechselte Florian Hansche nach missglücktem Schuss von Schröder-Roland den Keeper mit einem Außenristversuch überraschte, der Wind drückte den Ball aber noch knapp über das Tor. Dann war Schluss und der Jubel groß, endlich konnte man mal wieder einen Befreiungsschlag landen und den treuen Fans einen Grund zum Feiern geben.

 

Für die Jungs ein großer Motivationsschub für die anstehenden schweren Wochen mit Spielen gegen Joachimsthal, Zepernick und Templin. Aber auch mit Blick auf die Tabelle ein verdammt wichtiger Dreier, so konnte man sich erstmal von den Abstiegsrängen absetzen und den Anschluss an das untere Mittelfeld halten. Man hat nun 6 Punkte Vorsprung auf die Vierergruppe im Tabellenkeller, sodass man erstmal etwas befreiter aufspielen kann.

Die Jungs haben eine geile Woche und können sich mit großer Spielfreude auf die Begegnung mit Joachimsthal nächste Woche vorbereiten. [fh]


Samstag, 13.11.2021, FSV Rot-Weiß Prenzlau - VfB Gramzow 2:3 n.V. (2:2, 2:1)


Vorbericht

Wenn am Samstag um 13 Uhr im Prenzlauer Uckerstadion der erste Pfiff des Schiedsrichters ertönt, wird Geschichte geschrieben. Es wird das erste Mal seit über einem Jahrzehnt sein, dass der VfB Gramzow und der FSV Rot-Weiß Prenzlau in einem Pflichtspiel aufeinander treffen. Das erste mal, nachdem man sich über viele Jahre hitzige Duelle an der Spitze der Landesklasse Nord lieferte, bis der FSV 2010 in die Landesliga aufstieg. Das Schicksal führte beide Clubs seitdem nicht wieder zusammen - den Super Cup gegen den zwischenzeitlich existierenden SC Blau-Weiß Energie Prenzlau oder die Spiele gegen die jeweiligen Zweitvertretungen mal außen vor gelassen. Eine Begegnung in dieser Form... Erste des VfB gegen Erste des FSV - allein der Gedanke zurück an diese Spiele in den 2000ern lässt jeden Gramzower und Prenzlauer eines jeden Alters in Nostalgie schwelgen. Bestes Beispiel: das 2:2 zur Landesklasseeröffnung im Jahr 2009, welches an einem Freitagabend in Gramzow vor ca. 700 Zuschauern stattfand, zum 60. Geburtstag des VfB. Ein Spiel, welches alles bot, was ein Amateurspiel so bieten kann. Spannung, Dramatik, Emotionen, Derbyfieber, rassige Zweikämpfe, guten Fußball und natürlich auch einige hitzige Szenen. Auch Pascal Lange, Spieler des VfB und damals gerade mal 11 Jahre alt, erinnert sich noch sehr genau daran. "Für mich persönlich DAS Derby der Uckermark.", führt er weiter aus.
Den 2:2 Ausgleich für Prenzlau erzielte damals übrigens Enrico Bressel, der die letzten 4 Jahre in Gramzow verbrachte. Er erinnert sich aber auch an andere Vergleiche, wie sein allererstes Derby: "Wir verloren zu Hause mit 1:4; Ecki, Theo (Maik Zürner und Michael Bathke, d. Red.) und Felix Ziem spielten uns und auch mich stellenweise schwindelig." "Enno" wird aufgrund einer Verletzung übrigens tragischerweise leider nicht auf dem Spielfeld stehen, das Geschehen aber sicher von der Prenzlauer Trainerbank aus mitlenken.
Generell waren die Duelle stets sehr ausgeglichen. Mal siegte der VfB, mal der FSV. Und sie waren immer extra brisant, weil die Spieler sich zum einen untereinander bestens kannten und respektierten, viele von ihnen hatten schon das jeweils andere Trikot getragen. Zum anderen war einfach zu jedem Zeitpunkt diese gewisse Rivalität zu spüren, auf und neben dem Platz.
Genau so wird es auch dieses mal sein. Ehemalige Prenzlauer im Gramzow-Trikot, ehemalige Gramzower im Prenzlau-Trikot. Man kennt sich, man schätzt sich - und doch gibt es für jeden auf dem Platz kaum etwas schöneres, als den gegenüber zu schlagen. So wie für Marcel Blume, der nach 15 Jahren Prenzlau und inzwischen 5 Jahren Gramzow nun zum ersten Mal selbst im Herrenbereich in dieser Begegnung auf dem Platz steht: "Die Vorfreude ist natürlich groß. Ein emotionales Spiel mit und gegen einige meiner besten Freunde, was aber natürlich für die 90 (oder 120) Minuten ausgeblendet wird."
Aber nicht nur auf sportlicher Ebene hat dieses Duell eine besondere Bedeutung. Auch menschlich sind dadurch einige Freundschaften entstanden. "...diese Rivalität hat mir auch so manche Kumpels geschenkt", so Lange. Und auch Bressel hat in seinen vergangenen Jahren "Freundschaften aufgebaut und gefestigt".
Man darf also gespannt sein, was der Samstag so bringt.
Die Favoritenstellung liegt aufgrund der Ligazugehörigkeit (Kreisliga vs. Landesklasse) wohl klar beim VfB. Dass die Rot-Weißen aber definitiv nicht auf die leichte Schulter genommen werden können, zeigen zum einen ihre beeindruckend souveräne Spielweise in der Liga. Zum anderen aber auch der reine Blick auf den Kader, der viele Spieler mit höherklassiger Erfahrung beheimatet. Vor allem werden "Disziplin und Kommunikation gefragt" sein, so Blume. Denn für Rot-Weiß ist das Spiel gegen einen höherklassigen Gegner "natürlich ein absolutes Highlight in dieser Phase der Saison".
Freuen wir uns auf ein klasse Spiel zwischen zwei alten Erzrivalen, welches der Bezeichnung "Derby" hoffentlich alle Ehre macht und viele interessierte Fußballfreunde aus der Region in das Uckerstadion lockt! Darauf hoffen übrigens auch alle drei befragten Sportfreunde: auf "ein Spiel, das Werbung für den Sport in der Uckermark macht" und "dass unsere tollen Fans zahlreich ins Uckerstadion kommen und das Spiel zu einem Heimspiel machen."

Spielzusammenfassung

In einem jederzeit spannenden Spiel übernahm der VfB von Anfang an die Initiative. Man drückte das Geschehen in die gegnerische Hälfte und hatte viel Ballbesitz, ohne jedoch zu oft gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Michael Kraft, Kapitän und Abwehrchef der Prenzlauer, dirigierte seine Leute hervorragend, Lukas Theel im defensiven Mittelfeld tat selbiges für seine Nebenmänner. Vorne verlagerten sich die Hausherren auf ihre schnellen Spitzen Florian Redmann, Christoph Schmidt und Denny Zabel, welche bei Kontergelegenheiten eingesetzt werden sollten. Auch Eric Max Ziese schaltete sich immer wieder mit ein. Die 1:0-Führung fiel jedoch nach einer Freistoßflanke von Theel auf Kraft. (15.)

Die Angriffsbemühungen des VfB noch zu ungenau, für die Führung musste ein direkter Freistoß von Marcel Blume her. Gegen seinen ehemaligen Teamkollegen im VfB-Trikot, Keeper Philipp Stein, wusste Blume aus vielen gemeinsamen Trainings natürlich genau, was er für das 1:1 zu tun hatte. (42.)

Doch nur zwei Minuten später die erneute Führung für Prenzlau: langer Ball, fehlende Abstimmung in der kompletten Abwehr, Redmann nutzte die Situation und schob ins Tor ein...

 

Nun rannte man natürlich zunächst dem Rückstand hinterher, Frenzel erlöste seine Mannen nur 10 Minuten nach Wiederanpfiff. Aus einer klasse Kombination über mehrere Stationen heraus konnte er den Ball dann als Vollstrecker im Tor unterbringen. Mehr zählbares gab es in der regulären Spielzeit dann allerdings nicht mehr. Beiden Seiten konnten zwar noch Chancen verzeichnen, aber eine Verlängerung war unausweichlich.

In dieser ging es dann eigentlich nach genau dem gleichen Bild weiter. Bis zur 102. Minute, als Seethaler einen Eckball eigentlich als Flanke vor das Tor bringen wollte; der Ball senkte sich aber über Stein hinweg am langen Pfosten ins Tor. Prenzlau warf nun nochmal alles nach vorne, so richtig zwingendes ergab sich dabei aber nicht mehr. Redmann hatte da noch die beste Gelegenheit, schob diese aber am langen Pfosten vorbei.

 

Somit war der Sieg besiegelt, der VfB zieht ins Halbfinale ein. Im Endeffekt ob der Spielanteile auch ein verdienter Sieg, gegen ein jedoch stark dagegenhaltendes Prenzlau, welches in den kommenden Jahren auch sicher wieder den Weg in den Landesspielbetrieb finden wird.

Am kommenden Wochenende geht es dann wieder im Ligabetrieb weiter. Bis zur Winterpause hat man nur noch Derbys vor der Brust. Als erstes geht es zu Hause gegen den Schönower SV; beste Voraussetzungen für einen klasse Fußballsonntag! [fh]


schwache erste Hälfte beschert Niederlage in Oberkrämer

Sa. 06.11.21, 14:00 Uhr, 1. SV Oberkrämer 11 - VfB Gramzow 3:0 (2:0)

 

VfB mit: M. Silewicz - M Kowalski, K. Hansche, M. Hartwig - L. Schmiedel, M. Blume, P. Lange, M. Frenzel - A. Schatz (73. F. Marschke), M. Müller (64. M. Zürner), S. Seethaler

 

Oberkrämer mit: P. Bobermin - L. Ostendorf (67. J. Göbel), T. von Glischinski, J. Zießnitz, P. Jilg (75. M. Woltersdorf) - P. Geppert, L. Müller, L. Bertram, S. Hauck (84. K. Ray), M. Müller - C. Voß (84. M. Grasmann)

 

Mit 120 Kilometern und ca. 1,5 Stunden Reisezeit bis zum Sportplatz in Vehlefanz stand an diesem Wochenende eine der weitesten Auswärtsfahrten der diesjährigen Landesklasse an. Und leider musste die ebenso lange Rückfahrt mit leeren Händen angetreten werden.

Auf dem kleinen und engen Platz tat man sich in der ersten Halbzeit verdammt schwer. Mit Kurzpassspiel probierte man es kaum, verlagerte sich auf Diagonalbälle. Da meist zu unpräzise, waren diese häufig sichere Beute für die Abwehr rund um den groß gewachsenen Innenverteidiger Julius Zießnitz. Oberkrämer spielte abwartend, lief kaum vor der Mittellinie an, startete dann aber mit schnellen und präzisen Gegenangriffen. Mehrfach setzte man sich mit einfachen Doppelpässen auf den außen durch, gerade der schnelle Max Müller konnte einige Male durchbrechen. Das 1:0 fiel allerdings nach einem Einwurf. Die Gramzower Abwehr nicht ganz im Bilde, der Ball konnte an den 16er gelegt werden, wo Lukas Bertram noch einen Haken schlug und anschließend den Ball flach in die lange Ecke schoss - Silewicz ohne Chance. (21.) Und auch das 2:0 erziele Bertram, hatte es nun aber etwas leichter. Bei einem hohen Ball waren sich Silewicz und Hansche uneins, rannten sich gegenseitig über den Haufen und blieben inklusive Gegenspieler liegen. Der Ball landete dabei vor Bertrams Füßen, der ohne Torwart nun leichtes Spiel zum 2:0 hatte. (33.)

Zuvor gab es jedoch Aufregung im Strafraum der Heimmannschaft. Anton Schatz drang von außen ein und wollte den Ball querlegen - der fallende Tom von Glischinski bekam den Ball an seine Hand und stoppte damit den Pass, was er später auch selbst bestätigte. Der Pfiff blieb allerdings aus, die große Chance zum bis dato Ausgleich dahin. Kai Hansche hatte noch eine gute Gelegenheit für den VfB, verzog jedoch knapp aus 8 Metern mit seinem schwächeren linken. Da auch der Oberkrämer Christian Voß eine gute Kopfballgelegenheit vergab, ging es mit einem 2:0 in die Pause.

 

Im zweiten Abschnitt dann plötzlich ein völlig anderes Bild. Das Spiel fand fast ausschließlich in der Hälfte der Heimmannschaft statt. Den Anteil an lang geschlagenen Bällen reduzierte man dabei auch ein wenig, konzentrierte sich nun mehr auf saubere Außenverlagerungen, um mit Flanken Gefahr zu erzeugen. Die Gramzower drückten, Gegenangriffe wurden frühzeitig abgefangen und selbst einige Hochkaräter produziert. Den ersten besaß Anton Schatz, sein Schuss aus guter Position ging aber knapp am langen Pfosten vorbei. Coach Maik Zürner wechselte sich dann selbst ein und beschwor gleich nochmal eine neue Gefahr herauf. Und auch der ebenfalls eingewechselte Felix Marschke konnte seine 1 vs. 1 Situation nach tollem Zuspiel von Lange nicht verwerten. Patrick Bobermin im Tor mit einer ganz starken Leistung, zumal auch viele hohe Flanken und Standards abgefangen wurden. Der SVO in der gesamten zweiten Halbzeit eigentlich nur mit einem gefährlichem Schuss aufs Tor. Christian Voß hielt aus 25 Metern einfach mal drauf und knallte das Leder direkt unter die Latte - 3:0 (77.)

Bei diesem Ergebnis blieb es dann auch, weil es dem VfB leider nicht mehr gelang, ausreichend Gefahr heraufzubeschwören. Das Resultat im Endeffekt aufgrund der guten zweiten Halbzeit sicherlich zu hoch.

 

Kommendes Wochenende ist in der Landesklasse spielfrei, aber dafür kommt es zum Showdown im Prenzlauer Uckerstadion. Dort steht nämlich das Viertelfinale im oberen Lübzer Kreispokal an, dafür reist man zum FSV Rot-Weiß Prenzlau. Ein Match, welches es seit über einem Jahrzehnt so nicht mehr gegeben hat. Dieses Spiel wird mehr als "nur" ein Pokalspiel sein, und dafür wird das Team brennen! [fh]


VfB Gramzow beweist Moral und stoppt Negativserie

Sa. 16.10.21, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - SV Eintracht Bötzow 4:3 (2:2)

 

VfB mit: M. Silewicz - M. Kowalski, K. Hansche, M. Hartwig - Fl. Andres, M. Aschenbrenner, M. Blume, L. Schmiedel (90.+3. M. Thom) - S. Seethaler (90.+5. J. Kühl), M. Müller, A. Schatz (81. R. Schröder)

 

Bötzow mit: O. Stein - P. Wolter, M. Heinze, A. Görög, R. Vogel, N. Schulz, S. Schummert (73. P. Krumpolt), K. Kepler, A. Sturm (50. N. von der Heyden), A. Hinz (86. M. Schulz), N. Reibold

 

Am 8. Spieltag der Landesklasse Nord traf man auf den SV Eintracht Bötzow. Seit deren Aufstieg im Jahr 2019 konnte man immer klar gewinnen, jeweils zu Hause mit 3:0 und 5:0. Diesmal standen die Vorzeichen allerdings ein wenig anders, die Gramzower bereits ganze 8 Punkte hinter dem Kontrahenten.

Und das Spiel begann auch genau so. Ein direkter Freistoß um die Mauer (9.) sowie ein unglücklich abgefälschter Schuss (14.) sorgten für einen frühen 0:2-Rückstand, Pascal Wolter und Rene Vogel die Schützen. Die Verunsicherung nun deutlich spürbar, Gramzow bis zum 1:2 Anschlusstreffer gänzlich ungefährlich. Für diesen musste ein Foulelfmeter herhalten, Marcel Blume verwandelte sicher. (28.)

Drei Minuten später wie aus dem Nichts sogar der Ausgleich, Matthias Kowalski köpfte eine Ecke ins Netz.

So ging es etwas schmeichelhaft mit einem Unentschieden in die Pause. Dieses verdiente man sich aber nachträglich in der zweiten Halbzeit. Mit Schwung kam man aus der Kabine, eine Freistoßeingabe von Blume landete am langen Pfosten bei Sören Seethaler, der per Kopf in die kurze Ecke vollenden konnte. (47.)

Das Spiel plätscherte nach dem Führungstreffer etwas vor sich hin, der VfB optisch im Vorteil. Torchancen gab es auf beiden Seiten kaum, zwingende erst recht nicht. Und genau in dieser Phase passierte es: Rene Vogel wollte einen Abpraller aus ca. 20 Metern mit der Innenseite aufs Tor bringen, trifft den Ball nicht richtig und dieser kullert Richtung Tor. Dankbare Rückgabe, Silewicz will den Ball aufnehmen und bereitete gedanklich schon den folgenden Abschlag vor - zack rollte der Ball durch seine Beine ins Netz, sodass Vogel zum Jubel ansetzen konnte. (63.)

So schmeichelhaft der Ausgleich für den VfB in der ersten Hälfte war, so ist er es jetzt für Bötzow. Und so steuerte das Spiel auf eine Punkteteilung zu. Bötzow noch mit zwei gefährlichen Schüssen von der Strafraumkante, beide knapp am Gebälk vorbei. Und dann kam die Zeit von Markus Müller. Zuvor noch mit einem Kopfball nach Flanke von Seethaler erfolglos, bekam er den Ball im Strafraum in den Fuß gespielt und vollendete flach in die lange Ecke zum umjubelten 4:3 Endstand! (90.+1.)

Eine Minute später hatte Müller in einer ähnlichen Situation sogar noch die Möglichkeit zu erhöhen, schob den Ball aber direkt in des Keepers Arme.

So blieb es beim zweiten Dreier der Saison. Ein klasse Sieg der Moral und des Willen für die weiterhin stark dezimierte Truppe, den es genauso in der nächsten Woche beim schweren Auswärtsspiel in Wandlitz braucht. [fh]


Erste Mannschaft enttäuscht erneut

Sa. 25.09.21, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - FSV Blau-Weiß Wriezen 0:1 (0:0)

 

VfB mit: A. Odenkirchen - M. Kowalski (63. Fl. Andres), K. Hansche, M. Hartwig - R. Sy (83. J. Kühl), J. Schmock, M. Blume, M. Frenzel - L. Schmiedel, M. Zürner, S. Seethaler

 

Wriezen mit: D. Meinert - P. Mann, B. Haferbecker, N. Hildenhagen (84. S. Hesse), C. Kamp, N. Gleisner, E. Will, J. Koch (46. N. Fritsche), H. Stiehm, D. Schumann, A. Seyfarth

 

Wenn der Trainer selbst über 90 Minuten ran muss, lässt sich schon ziemlich genau vermuten, wie es nach wie vor um die Personalsituation gestellt ist. So geschehen am Samstag im Heimspiel gegen Blau-Weiß Wriezen, welches sich zur ersten Niederlage in einem Ligaheimspiel seit über drei Jahren entwickeln sollte.
Die erste Halbzeit fand hauptsächlich im Mittelfeld statt, mit kleinen Chancen auf beiden Seiten. Die erste gehörte den Wriezenern, über die linke Angriffsseite wollte man den Silewicz-Stellvertreter Alex Odenkirchen mit einem Schuss in die kurze Ecke überlisten, doch der Routinier war mit dem Fuß zur Stelle. Auf der Gegenseite setzte Lukas Schmiedel einen Abschluss zu zentral an. Die größte Chance hatte Sören Seethaler, als aus kurzer Distanz der überragende Gästekeeper Daniel Meinert mehrfach nicht überwunden werden konnte. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen und auch der Seitenwechsel brachte keinen neuen Schwung in die Partie. Den gab man dann aber in der 61 Minute selbst, als bei einem langen Ball Uneinigkeit zwischen Miguel Hartwig und Odenkirchen herrschte. Profiteur war der anstürmende Niclas Gleisner, der zum 0:1 für die Gäste einschob.

Mit einem Platzverweis in der 74. Spielminute für den Wriezener Henning Stiehm schien die Partie nochmal zu kippen. Das Spiel verlagerte sich in die Hälfte der Wriezener, aber den Gramzowern fiel einfach zu wenig ein, um vor den Kasten zu kommen. Noch dazu machte Meinerts starke Strafraumbeherrschung viele der sich ergebenden Standards schon im Ansatz zunichte. Die sich anbahnenden Konter für die Gäste konnte man zwar unterbinden, aber selbst auch keine große Gefahr mehr heraufbeschwören. Zum Schluss dezimierte man sich sogar noch selbst, Kai Hansche krachte bei einem hohen Ball etwas ungestüm in Meinert hinein, kassierte dafür seine zweite Gelbe des Spiels. (90.)

 

Aktuell kommt bei unserem Team so wirklich alles zusammen, wovon man in den letzten Jahren verschont geblieben ist. Die Verletzten- & Abwesenheitsliste wird von Woche zu Woche länger, Aussicht auf Besserung ist erst in ein paar Wochen gegeben. Die aktuellen Ausfälle von Lange, Palow, Marschke, Silewicz, Aschenbrenner und Müller fallen schwer ins Gewicht. Aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Die Jungs auf dem Platz sind gut genug, um den Karren selbst aus dem Dreck zu ziehen und sich aus diesem Loch selbst wieder rauszukämpfen. Nächste Woche geht es dann in Bruchmühle weiter. Ein gänzlich unbekannter Gegner, der in den letzten Jahren in der Ost-Staffel der Landesklasse angetreten war. Bisher holten sie mit einem erzielten Tor aus sechs Spielen drei Punkte aus Unentschieden, was schon einiges über die Spielweise vermuten lässt. Doch man ist zuversichtlich, dass die Jungs auf dem Platz wieder alles geben werden, um die dritte Niederlage in Folge abzuwehren. [fh]


Mühsam aber verdient zum ersten Dreier der Saison

Sa. 11.09.21, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - FSV Fortuna Britz 3:1 (2:1)

 

VfB mit: M. Silewicz - M. Kowalski, K. Hansche, M. Hartwig - R. Sy (86. M. Thom), J. Schmock, M. Aschenbrenner, M. Frenzel - L. Schmiedel (77. A. Schatz), M. Blume, S. Seethaler

 

Britz mit: P. Görlitz - M. Keita, M. Spitzer, M. Preuß, M. Seifert - M. Gertz, E. Klein, P. Tulke, M. Roch - Da. Kaßner, P. Halgato-Jung

 

Wiedermal glich die Personalplanung vor dem Spiel einem Puzzle. Palow immer noch und Lange erneut verletzt. Marschke ebenfalls noch außer Gefecht und diverse andere Spieler aus arbeitstechnischen Gründen nicht anwesend. Immerhin konnte man durch die Spielverlegung unserer Zweiten die Bank mit Leuten auffüllen. Ein "Luxus", den die Britzer leider nicht hatten und so ausschließlich das Trainerteam für Notwechsel zur Verfügung hatte.

Rein ins Spiel, der VfB riss die Spielkontrolle sofort an sich, hatte viel Ballbesitz und wollte diesen auch früh ummünzen. Ein Geschenk der eigenen Abwehr stellte das Ganze jedoch erstmal auf den Kopf. Ein zu kurz geratener Rückpass zu Torwart Mateusz Silewicz wurde vom Britzer Paul Halgato-Jung erlaufen und konnte durch diesen überlegt in die lange Ecke geschoben werden. 0:1 nach 7 Minuten, so hatte man sich das sicher nicht vorgestellt.

Die Antwort kam prompt, Marcel Blume bekam einen perfekt getimten langen Ball gespielt, konnte diesen mit der Brust im Strafraum annehmen und zimmerte das Ding mit seinem starken linken Fuß an die Latte. In der Folge tat sich der VfB gegen die tiefstehenden Gäste schwer. Britz stand kompakt und lauerte an der Mittellinie auf den ein oder anderen langen Ball, der entsprechend die Konter starten sollte. Dennoch konnte man sich einige gute Chancen erspielen, auch wenn einige "Zufallsprodukte" dabei waren. Nennenswert die beiden Gelegenheiten von Lukas Schmiedel, welcher zunächst einen Kopfball nach Flanke aus dem Spiel heraus an den Pfosten setzte, und dann mit seinem Schuss im Strafraum an Keeper Patrick Görlitz scheiterte. Ebenso lief Sören Seethaler einmal auf Görlitz im 1 vs. 1 zu, wieder konnte der Gästetorwart jedoch die Oberhand behalten.

In der 30. Minute war es dann jedoch soweit: Seethaler bekam den Ball im Strafraum angespielt und schloss überlegt in die kurze Ecke an Görlitz vorbei zum 1:1 ab. Keine 10 Minuten später wieder Seethaler. Ein Freistoß wurde von Kai Hansche flach ausgeführt, Seethaler umkurvte seinen Gegenspieler und wuchtete den Ball mit einem klasse Schuss aus 20 Metern halbhoch in die lange Ecke; wiederum keine Chance für Görlitz. (39.) Mit dem 2:1 ging es dann auch in die Halbzeit.

Die zweite Hälfte wurde dann ein bisschen zerfahren. Schiedsrichter Chris Wein hatte alle Hände voll zu tun, die Meckereien der Spieler im Zaum zu halten. Die Hälfte der insgesamt 10 gelben Karten gab es aufgrund von Undiszipliniertheiten. Da Darren Kaßner gleich zwei dieser Art erhielt, wurde er folgerichtig mit der Ampelkarte vom Platz gestellt. (77.) Dies geschah etwas unübersichtlich, da sich die Szene inmitten der Jubeltraube zum 3:1 durch Schmiedel abspielte. Dieser bekam den Ball kurz zuvor flach in den Lauf gespielt, zog in den Strafraum und konnte dann vollenden.

Der VfB hatte im Verlauf der zweiten Hälfte noch weitere Riesen, die entweder wieder ans Aluminium gingen oder vom stark aufgelegten Görlitz vereitelt wurden. Die wohl größte Glanztat vollbrachte er bei einem Volleyschuss aus Nahdistanz von Blume, bei dem die Zuschauer schon aufgesprungen waren. Silewicz hingegen verlebte einen ruhigen Nachmittag, war hier und da mal gefordert und dann auch stets zur Stelle.

 

So kann es punktemäßig gerne weiter gehen. Nächste Woche geht es nach Oranienburg zur Zweitvertretung des OFC Eintracht. Gegen diesen Gegner hat man seit dem Aufstieg 2016/17 wohl die beste Bilanz in der Liga. Besonders in Erinnerung geblieben sind hier zum Beispiel das 11:0 zu Hause mit dem sechsfachen Torschützen Pascal Lange oder das 7:2 in Oranienburg, bei dem sogar Keeper Silewicz einen Elfmeter verwandelte. Wie jedes andere Spiel startet jedoch auch dieses bei Null und muss von Anfang an konzentriert angegangen werden. [fh]


Starke Leistung der Ersten gegen Zepernick

Sa. 21.08.21, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - SG Einheit Zepernick 1:1 (0:1)

 

VfB mit: M. Silewicz - M. Frenzel, M. Hartwig, K. Hansche, R. Sy - M. Aschenbrenner, J. Schmock, M. Blume - L. Schmiedel (90. M. Müller), A. Schatz (75. F. Marschke, 79. Fl. Andres), S. Seethaler

 

Zepernick mit: D. Tietz - N. Liebenthal, E. Schneider, A. Rathmann, M. Becke - M. Gerhard, M. Gronski, E. Woiton, L. Grabarek - K. Maek (46. L. Park), V. Lipp

 

Eine starke Leistung bot unsere Erste an diesem Wochenende. Ersatzgeschwächt ging man in die Partie, muss man doch weiterhin beispielsweise auf Pascal Lange oder Robin Palow verzichten. Aber auch Zepernick hatte einige Ausfälle wie Patrick Töpfer oder Jerome Ehweiner zu beklagen.

Mit offenem Visier starteten beide Mannschaften die Partie. Lukas Schmiedel bekam den Ball bereits in der 3. Minute gefährlich in den Lauf gespielt, dribbelte seinen Gegenspieler aus und zwang Keeper Tietz direkt mal zu einer Glanzparade. Auch in der Folgezeit blieb man vorne aktiv, störte den Gegner früh, war aggressiv in den Zweikämpfen und verteidigte zudem leidenschaftlich. Aber Zepernick hätte nicht diesen sportlich herausragenden Ruf, wenn sie dafür keine Lösung parat hätten. Oft konnte man sich spielerisch über die Außenverteidiger, insbesondere Marinko Becke auf links, befreien und gefährliche Angriffe starten. Den gefährlichsten Abschluss auf Gästeseite verzeichnete Luca Grabarek, der sich von links außen dem Strafraum näherte und den Ball haarscharf am rechten oberen Winkel vorbeiknallte. In der 42. Minute musste man dann den Rückstand hinnehmen. Mit Wucht spielte sich Zepernick in den Gramzower Strafraum, besetzte diesen mit 7 Mann und erzwang somit den Treffer förmlich. Der Ball landete letztendlich vor Beckes Füßen, welcher unbedrängt einschieben konnte. Zur Halbzeit musste Zepernick dann den ehemaligen Regionalligaspieler Kevin Maek auswechseln, der von Max Aschenbrenner hervorragend bearbeitet und in Schach gehalten wurde.

In der zweiten Halbzeit dann ein ähnliches Bild. Gramzow mit großem Willen und guten Spielzügen, Zepernick hatte alle Hände voll zu tun, neben der Abwehrarbeit ihre eigenen Angriffe aufzuziehen. In der 57. Minute kam Sören Seethaler gefährlich in den Strafraum, sein Ball wurde von einem Verteidiger mit der Hand gespielt. Marcel Blume verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum umjubelten 1:1. Dieses Unentschieden führte aber zu noch mehr Gefährlichtkeit in den Zepernicker Angriffen. Mit zunehmender Spielzeit drängte der Gast den VfB dann in die eigene Hälfte. Zudem dezimierte man sich selbst, nachdem Seethaler mit Gelb-Rot vorzeitig den Platz verlassen musste. Allerdings konnten die Gramzower auch immer wieder selbst Akzente setzen und versteckte sich keineswegs nur hinter der Mittellinie.

In den fünf Minuten Nachspielzeit war nochmal einiges los. Zunächst vergab Becke aus 7 Metern frei vorm Tor. Dann konnte der eingewechselte Markus Müller nochmal Blume bedienen sowie selbst den Abschluss suchen. Eine Minute vor Schluss bekam Zepernick noch einen indirekten Freistoß im Gramzower Strafraum zugesprochen, weil Mateusz Silewicz den Ball für den Geschmack des Schiedsrichters etwas zu lange in den Händen hielt. Aber auch diese Situation war im Endeffekt ungefährlich, sodass der Schiedrichter die Partie beim Stand von 1:1 beendete.

Die Zufriedenheit war beim VfB sicherlich höher als beim Gegner, wie Trainer Lucio Geral nach dem Spiel auch nochmal betonte. Mit dem Spiel seiner Mannschaft war er nicht zufrieden, konnte man doch nicht sein gewohnt sicheres Kombinationsspiel aufziehen. Was aber auch zum großen Teil am hervorragenden aktiven Verteidigen der Gramzower lag, welches man über weite Strecken der Partie aufbieten konnte.

Der VfB konnte somit übrigens auch seine klasse Heimbilanz in der Liga von über 3 Jahren ohne Niederlage fortführen. Dies wird auch mindestens bis nächste Woche Bestand haben, wenn man auswärts auf den SC Victoria Templin trifft. [fh]


Erste Mannschaft mit herber Niederlage zum Saisonauftakt

Sa. 14.08.21, 15:00 Uhr, FSV Schorfheide Joachimsthal - VfB Gramzow 5:1 (3:1)

 

VfB mit: M. Silewicz - R. Sy, M. Kowalski (74. C. Vorwerk), K. Hansche, M. Hartwig, M. Frenzel - J. Schmock, M. Blume (83. F. Hansche) - P. Lange (40. A. Schatz), S. Seethaler, L. Schmiedel (74. Fl. Andres)

 

Joachimsthal mit: F. Schröder - L. Volk, C. Lorenz, T. Fischer, B. Ehrlich - S. Temma, F. Groß, L. Schmidt, K. Seidel (66. M. Falk) - D. Giernoth (64. C Bolle, 84. P. Ludwig), M. Fedder

 

Das Spiel der Ersten begann mit einer Hiobsbotschaft: Kapitän und Abwehrchef Robin Palow musste das Aufwärmen bereits angeschlagen abbrechen und konnte das Spiel nicht bestreiten. Für ihn rückte Miguel Hartwig vom defensiven Mittelffeld in die Innenverteidigung.

Die ersten 10 Minuten verliefen dagegen recht optimal für den VfB. Man erspielte sich direkt einige gute Chancen. Beim 1:0 (16.) lief Sören Seethaler allein auf Keeper Fabian Schröder zu. Dieser parierte zwar glänzend, der Abpraller landete jedoch bei Janosch Schmock, welcher überlegt mit Gefühl und gegen die Laufrichtung abschloss. Die Führung hielt jedoch keine zwei Minuten an. Bei einem hohen Ball, welcher eigentlich eine sichere Beute war, herrschte Uneinigkeit in der VfB-Abwehr. Der Ball landete vor den Füßen von Moritz Fedder, welcher das Geschenk dankend annahm und aus 18 Metern flach in die lange Ecke verwandelte. Der VfB hielt jedoch weiterhin größtenteils den Ball in den eigenen Gefilden, spielt sich gelegentlich auch gut durch die Abwehrreihen der Joachimsthaler, hatte dann aber entweder kein Glück im Abschluss, oder wurde durch Abwehrbein oder Abseitpfiff aufgehalten. Besser machten es dagegen die Joachimsthaler. Durch eine insgesamt bessere Griffigkeit in den Zweikämpfen konnte man sich Bälle in guten Situationen erobern und mit pfeilschnellen Angriffen die offen stehende Abwehr des VfB attackieren. Individuell ragte dabei besonders der 22-jährige Lucas Schmidt heraus, der auch für das 2:1 (25.) und 3:1 (36.) sorgte. Zudem waren alle Abschlüsse mit sauberer Präzision und Schärfe ausgestattet, sodass Keeper Mateusz Silewicz nicht wirklich eingreifen konnte.

Der FSV riss nun auch die Spielkontrolle mehr und mehr an sich, sodass von Gramzower Seite nicht mehr viel offensive Gegenwehr kam. Im Gegenteil, wieder nach einem zu nachlässigen Zweikampfverhalten vom VfB in der Joachimsthaler Hälfte spielte sich die Heimelf blitzschnell über mehrere Stationen in Abschlussposition und erhöhte in Person von Sebastian Temma auf 4:1 (58.)

Auf beiden Seiten wurde nun auch durchgewechselt, sodass der Spielfluss ein wenig darunter litt. Die Gramzower Bank bestand im Übrigen fast ausschließlich aus Spielern der Zweiten, die bereits vom Vorabend 90 Minuten in den Knochen hatten.

Der Schlusspunkt fiel dann nach einem sicher verwandelten Elfmeter von Moritz Fedder in der 66. Minute. Matthias Kowalski verlor bei einer 1gegen1-Situation die Balance, kam ins straucheln und riss den Gegenspieler dabei mit zu Boden.

 

Bleibt zu hoffen, dass die Personaldecke in den nächsten Wochen wieder ein wenig Zuwachs erhält. Gerade im Offensivspiel fehlten mit den verletzten Felix Marschke und Markus Müller zwei wichtige Bausteine. Erneut keine leichte Aufgabe für das Trainergespann, zumal mit der SG Einheit Zepernick ein ähnlich spielstarker Gegner erwartet wird. [fh]