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Samstag, 13.11.2021, FSV Rot-Weiß Prenzlau - VfB Gramzow 2:3 n.V. (2:2, 2:1)


Vorbericht

Wenn am Samstag um 13 Uhr im Prenzlauer Uckerstadion der erste Pfiff des Schiedsrichters ertönt, wird Geschichte geschrieben. Es wird das erste Mal seit über einem Jahrzehnt sein, dass der VfB Gramzow und der FSV Rot-Weiß Prenzlau in einem Pflichtspiel aufeinander treffen. Das erste mal, nachdem man sich über viele Jahre hitzige Duelle an der Spitze der Landesklasse Nord lieferte, bis der FSV 2010 in die Landesliga aufstieg. Das Schicksal führte beide Clubs seitdem nicht wieder zusammen - den Super Cup gegen den zwischenzeitlich existierenden SC Blau-Weiß Energie Prenzlau oder die Spiele gegen die jeweiligen Zweitvertretungen mal außen vor gelassen. Eine Begegnung in dieser Form... Erste des VfB gegen Erste des FSV - allein der Gedanke zurück an diese Spiele in den 2000ern lässt jeden Gramzower und Prenzlauer eines jeden Alters in Nostalgie schwelgen. Bestes Beispiel: das 2:2 zur Landesklasseeröffnung im Jahr 2009, welches an einem Freitagabend in Gramzow vor ca. 700 Zuschauern stattfand, zum 60. Geburtstag des VfB. Ein Spiel, welches alles bot, was ein Amateurspiel so bieten kann. Spannung, Dramatik, Emotionen, Derbyfieber, rassige Zweikämpfe, guten Fußball und natürlich auch einige hitzige Szenen. Auch Pascal Lange, Spieler des VfB und damals gerade mal 11 Jahre alt, erinnert sich noch sehr genau daran. "Für mich persönlich DAS Derby der Uckermark.", führt er weiter aus.
Den 2:2 Ausgleich für Prenzlau erzielte damals übrigens Enrico Bressel, der die letzten 4 Jahre in Gramzow verbrachte. Er erinnert sich aber auch an andere Vergleiche, wie sein allererstes Derby: "Wir verloren zu Hause mit 1:4; Ecki, Theo (Maik Zürner und Michael Bathke, d. Red.) und Felix Ziem spielten uns und auch mich stellenweise schwindelig." "Enno" wird aufgrund einer Verletzung übrigens tragischerweise leider nicht auf dem Spielfeld stehen, das Geschehen aber sicher von der Prenzlauer Trainerbank aus mitlenken.
Generell waren die Duelle stets sehr ausgeglichen. Mal siegte der VfB, mal der FSV. Und sie waren immer extra brisant, weil die Spieler sich zum einen untereinander bestens kannten und respektierten, viele von ihnen hatten schon das jeweils andere Trikot getragen. Zum anderen war einfach zu jedem Zeitpunkt diese gewisse Rivalität zu spüren, auf und neben dem Platz.
Genau so wird es auch dieses mal sein. Ehemalige Prenzlauer im Gramzow-Trikot, ehemalige Gramzower im Prenzlau-Trikot. Man kennt sich, man schätzt sich - und doch gibt es für jeden auf dem Platz kaum etwas schöneres, als den gegenüber zu schlagen. So wie für Marcel Blume, der nach 15 Jahren Prenzlau und inzwischen 5 Jahren Gramzow nun zum ersten Mal selbst im Herrenbereich in dieser Begegnung auf dem Platz steht: "Die Vorfreude ist natürlich groß. Ein emotionales Spiel mit und gegen einige meiner besten Freunde, was aber natürlich für die 90 (oder 120) Minuten ausgeblendet wird."
Aber nicht nur auf sportlicher Ebene hat dieses Duell eine besondere Bedeutung. Auch menschlich sind dadurch einige Freundschaften entstanden. "...diese Rivalität hat mir auch so manche Kumpels geschenkt", so Lange. Und auch Bressel hat in seinen vergangenen Jahren "Freundschaften aufgebaut und gefestigt".
Man darf also gespannt sein, was der Samstag so bringt.
Die Favoritenstellung liegt aufgrund der Ligazugehörigkeit (Kreisliga vs. Landesklasse) wohl klar beim VfB. Dass die Rot-Weißen aber definitiv nicht auf die leichte Schulter genommen werden können, zeigen zum einen ihre beeindruckend souveräne Spielweise in der Liga. Zum anderen aber auch der reine Blick auf den Kader, der viele Spieler mit höherklassiger Erfahrung beheimatet. Vor allem werden "Disziplin und Kommunikation gefragt" sein, so Blume. Denn für Rot-Weiß ist das Spiel gegen einen höherklassigen Gegner "natürlich ein absolutes Highlight in dieser Phase der Saison".
Freuen wir uns auf ein klasse Spiel zwischen zwei alten Erzrivalen, welches der Bezeichnung "Derby" hoffentlich alle Ehre macht und viele interessierte Fußballfreunde aus der Region in das Uckerstadion lockt! Darauf hoffen übrigens auch alle drei befragten Sportfreunde: auf "ein Spiel, das Werbung für den Sport in der Uckermark macht" und "dass unsere tollen Fans zahlreich ins Uckerstadion kommen und das Spiel zu einem Heimspiel machen."

Spielzusammenfassung

In einem jederzeit spannenden Spiel übernahm der VfB von Anfang an die Initiative. Man drückte das Geschehen in die gegnerische Hälfte und hatte viel Ballbesitz, ohne jedoch zu oft gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Michael Kraft, Kapitän und Abwehrchef der Prenzlauer, dirigierte seine Leute hervorragend, Lukas Theel im defensiven Mittelfeld tat selbiges für seine Nebenmänner. Vorne verlagerten sich die Hausherren auf ihre schnellen Spitzen Florian Redmann, Christoph Schmidt und Denny Zabel, welche bei Kontergelegenheiten eingesetzt werden sollten. Auch Eric Max Ziese schaltete sich immer wieder mit ein. Die 1:0-Führung fiel jedoch nach einer Freistoßflanke von Theel auf Kraft. (15.)

Die Angriffsbemühungen des VfB noch zu ungenau, für die Führung musste ein direkter Freistoß von Marcel Blume her. Gegen seinen ehemaligen Teamkollegen im VfB-Trikot, Keeper Philipp Stein, wusste Blume aus vielen gemeinsamen Trainings natürlich genau, was er für das 1:1 zu tun hatte. (42.)

Doch nur zwei Minuten später die erneute Führung für Prenzlau: langer Ball, fehlende Abstimmung in der kompletten Abwehr, Redmann nutzte die Situation und schob ins Tor ein...

 

Nun rannte man natürlich zunächst dem Rückstand hinterher, Frenzel erlöste seine Mannen nur 10 Minuten nach Wiederanpfiff. Aus einer klasse Kombination über mehrere Stationen heraus konnte er den Ball dann als Vollstrecker im Tor unterbringen. Mehr zählbares gab es in der regulären Spielzeit dann allerdings nicht mehr. Beiden Seiten konnten zwar noch Chancen verzeichnen, aber eine Verlängerung war unausweichlich.

In dieser ging es dann eigentlich nach genau dem gleichen Bild weiter. Bis zur 102. Minute, als Seethaler einen Eckball eigentlich als Flanke vor das Tor bringen wollte; der Ball senkte sich aber über Stein hinweg am langen Pfosten ins Tor. Prenzlau warf nun nochmal alles nach vorne, so richtig zwingendes ergab sich dabei aber nicht mehr. Redmann hatte da noch die beste Gelegenheit, schob diese aber am langen Pfosten vorbei.

 

Somit war der Sieg besiegelt, der VfB zieht ins Halbfinale ein. Im Endeffekt ob der Spielanteile auch ein verdienter Sieg, gegen ein jedoch stark dagegenhaltendes Prenzlau, welches in den kommenden Jahren auch sicher wieder den Weg in den Landesspielbetrieb finden wird.

Am kommenden Wochenende geht es dann wieder im Ligabetrieb weiter. Bis zur Winterpause hat man nur noch Derbys vor der Brust. Als erstes geht es zu Hause gegen den Schönower SV; beste Voraussetzungen für einen klasse Fußballsonntag! [fh]


schwache erste Hälfte beschert Niederlage in Oberkrämer

Sa. 06.11.21, 14:00 Uhr, 1. SV Oberkrämer 11 - VfB Gramzow 3:0 (2:0)

 

VfB mit: M. Silewicz - M Kowalski, K. Hansche, M. Hartwig - L. Schmiedel, M. Blume, P. Lange, M. Frenzel - A. Schatz (73. F. Marschke), M. Müller (64. M. Zürner), S. Seethaler

 

Oberkrämer mit: P. Bobermin - L. Ostendorf (67. J. Göbel), T. von Glischinski, J. Zießnitz, P. Jilg (75. M. Woltersdorf) - P. Geppert, L. Müller, L. Bertram, S. Hauck (84. K. Ray), M. Müller - C. Voß (84. M. Grasmann)

 

Mit 120 Kilometern und ca. 1,5 Stunden Reisezeit bis zum Sportplatz in Vehlefanz stand an diesem Wochenende eine der weitesten Auswärtsfahrten der diesjährigen Landesklasse an. Und leider musste die ebenso lange Rückfahrt mit leeren Händen angetreten werden.

Auf dem kleinen und engen Platz tat man sich in der ersten Halbzeit verdammt schwer. Mit Kurzpassspiel probierte man es kaum, verlagerte sich auf Diagonalbälle. Da meist zu unpräzise, waren diese häufig sichere Beute für die Abwehr rund um den groß gewachsenen Innenverteidiger Julius Zießnitz. Oberkrämer spielte abwartend, lief kaum vor der Mittellinie an, startete dann aber mit schnellen und präzisen Gegenangriffen. Mehrfach setzte man sich mit einfachen Doppelpässen auf den außen durch, gerade der schnelle Max Müller konnte einige Male durchbrechen. Das 1:0 fiel allerdings nach einem Einwurf. Die Gramzower Abwehr nicht ganz im Bilde, der Ball konnte an den 16er gelegt werden, wo Lukas Bertram noch einen Haken schlug und anschließend den Ball flach in die lange Ecke schoss - Silewicz ohne Chance. (21.) Und auch das 2:0 erziele Bertram, hatte es nun aber etwas leichter. Bei einem hohen Ball waren sich Silewicz und Hansche uneins, rannten sich gegenseitig über den Haufen und blieben inklusive Gegenspieler liegen. Der Ball landete dabei vor Bertrams Füßen, der ohne Torwart nun leichtes Spiel zum 2:0 hatte. (33.)

Zuvor gab es jedoch Aufregung im Strafraum der Heimmannschaft. Anton Schatz drang von außen ein und wollte den Ball querlegen - der fallende Tom von Glischinski bekam den Ball an seine Hand und stoppte damit den Pass, was er später auch selbst bestätigte. Der Pfiff blieb allerdings aus, die große Chance zum bis dato Ausgleich dahin. Kai Hansche hatte noch eine gute Gelegenheit für den VfB, verzog jedoch knapp aus 8 Metern mit seinem schwächeren linken. Da auch der Oberkrämer Christian Voß eine gute Kopfballgelegenheit vergab, ging es mit einem 2:0 in die Pause.

 

Im zweiten Abschnitt dann plötzlich ein völlig anderes Bild. Das Spiel fand fast ausschließlich in der Hälfte der Heimmannschaft statt. Den Anteil an lang geschlagenen Bällen reduzierte man dabei auch ein wenig, konzentrierte sich nun mehr auf saubere Außenverlagerungen, um mit Flanken Gefahr zu erzeugen. Die Gramzower drückten, Gegenangriffe wurden frühzeitig abgefangen und selbst einige Hochkaräter produziert. Den ersten besaß Anton Schatz, sein Schuss aus guter Position ging aber knapp am langen Pfosten vorbei. Coach Maik Zürner wechselte sich dann selbst ein und beschwor gleich nochmal eine neue Gefahr herauf. Und auch der ebenfalls eingewechselte Felix Marschke konnte seine 1 vs. 1 Situation nach tollem Zuspiel von Lange nicht verwerten. Patrick Bobermin im Tor mit einer ganz starken Leistung, zumal auch viele hohe Flanken und Standards abgefangen wurden. Der SVO in der gesamten zweiten Halbzeit eigentlich nur mit einem gefährlichem Schuss aufs Tor. Christian Voß hielt aus 25 Metern einfach mal drauf und knallte das Leder direkt unter die Latte - 3:0 (77.)

Bei diesem Ergebnis blieb es dann auch, weil es dem VfB leider nicht mehr gelang, ausreichend Gefahr heraufzubeschwören. Das Resultat im Endeffekt aufgrund der guten zweiten Halbzeit sicherlich zu hoch.

 

Kommendes Wochenende ist in der Landesklasse spielfrei, aber dafür kommt es zum Showdown im Prenzlauer Uckerstadion. Dort steht nämlich das Viertelfinale im oberen Lübzer Kreispokal an, dafür reist man zum FSV Rot-Weiß Prenzlau. Ein Match, welches es seit über einem Jahrzehnt so nicht mehr gegeben hat. Dieses Spiel wird mehr als "nur" ein Pokalspiel sein, und dafür wird das Team brennen! [fh]


VfB Gramzow beweist Moral und stoppt Negativserie

Sa. 16.10.21, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - SV Eintracht Bötzow 4:3 (2:2)

 

VfB mit: M. Silewicz - M. Kowalski, K. Hansche, M. Hartwig - Fl. Andres, M. Aschenbrenner, M. Blume, L. Schmiedel (90.+3. M. Thom) - S. Seethaler (90.+5. J. Kühl), M. Müller, A. Schatz (81. R. Schröder)

 

Bötzow mit: O. Stein - P. Wolter, M. Heinze, A. Görög, R. Vogel, N. Schulz, S. Schummert (73. P. Krumpolt), K. Kepler, A. Sturm (50. N. von der Heyden), A. Hinz (86. M. Schulz), N. Reibold

 

Am 8. Spieltag der Landesklasse Nord traf man auf den SV Eintracht Bötzow. Seit deren Aufstieg im Jahr 2019 konnte man immer klar gewinnen, jeweils zu Hause mit 3:0 und 5:0. Diesmal standen die Vorzeichen allerdings ein wenig anders, die Gramzower bereits ganze 8 Punkte hinter dem Kontrahenten.

Und das Spiel begann auch genau so. Ein direkter Freistoß um die Mauer (9.) sowie ein unglücklich abgefälschter Schuss (14.) sorgten für einen frühen 0:2-Rückstand, Pascal Wolter und Rene Vogel die Schützen. Die Verunsicherung nun deutlich spürbar, Gramzow bis zum 1:2 Anschlusstreffer gänzlich ungefährlich. Für diesen musste ein Foulelfmeter herhalten, Marcel Blume verwandelte sicher. (28.)

Drei Minuten später wie aus dem Nichts sogar der Ausgleich, Matthias Kowalski köpfte eine Ecke ins Netz.

So ging es etwas schmeichelhaft mit einem Unentschieden in die Pause. Dieses verdiente man sich aber nachträglich in der zweiten Halbzeit. Mit Schwung kam man aus der Kabine, eine Freistoßeingabe von Blume landete am langen Pfosten bei Sören Seethaler, der per Kopf in die kurze Ecke vollenden konnte. (47.)

Das Spiel plätscherte nach dem Führungstreffer etwas vor sich hin, der VfB optisch im Vorteil. Torchancen gab es auf beiden Seiten kaum, zwingende erst recht nicht. Und genau in dieser Phase passierte es: Rene Vogel wollte einen Abpraller aus ca. 20 Metern mit der Innenseite aufs Tor bringen, trifft den Ball nicht richtig und dieser kullert Richtung Tor. Dankbare Rückgabe, Silewicz will den Ball aufnehmen und bereitete gedanklich schon den folgenden Abschlag vor - zack rollte der Ball durch seine Beine ins Netz, sodass Vogel zum Jubel ansetzen konnte. (63.)

So schmeichelhaft der Ausgleich für den VfB in der ersten Hälfte war, so ist er es jetzt für Bötzow. Und so steuerte das Spiel auf eine Punkteteilung zu. Bötzow noch mit zwei gefährlichen Schüssen von der Strafraumkante, beide knapp am Gebälk vorbei. Und dann kam die Zeit von Markus Müller. Zuvor noch mit einem Kopfball nach Flanke von Seethaler erfolglos, bekam er den Ball im Strafraum in den Fuß gespielt und vollendete flach in die lange Ecke zum umjubelten 4:3 Endstand! (90.+1.)

Eine Minute später hatte Müller in einer ähnlichen Situation sogar noch die Möglichkeit zu erhöhen, schob den Ball aber direkt in des Keepers Arme.

So blieb es beim zweiten Dreier der Saison. Ein klasse Sieg der Moral und des Willen für die weiterhin stark dezimierte Truppe, den es genauso in der nächsten Woche beim schweren Auswärtsspiel in Wandlitz braucht. [fh]


Erste Mannschaft enttäuscht erneut

Sa. 25.09.21, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - FSV Blau-Weiß Wriezen 0:1 (0:0)

 

VfB mit: A. Odenkirchen - M. Kowalski (63. Fl. Andres), K. Hansche, M. Hartwig - R. Sy (83. J. Kühl), J. Schmock, M. Blume, M. Frenzel - L. Schmiedel, M. Zürner, S. Seethaler

 

Wriezen mit: D. Meinert - P. Mann, B. Haferbecker, N. Hildenhagen (84. S. Hesse), C. Kamp, N. Gleisner, E. Will, J. Koch (46. N. Fritsche), H. Stiehm, D. Schumann, A. Seyfarth

 

Wenn der Trainer selbst über 90 Minuten ran muss, lässt sich schon ziemlich genau vermuten, wie es nach wie vor um die Personalsituation gestellt ist. So geschehen am Samstag im Heimspiel gegen Blau-Weiß Wriezen, welches sich zur ersten Niederlage in einem Ligaheimspiel seit über drei Jahren entwickeln sollte.
Die erste Halbzeit fand hauptsächlich im Mittelfeld statt, mit kleinen Chancen auf beiden Seiten. Die erste gehörte den Wriezenern, über die linke Angriffsseite wollte man den Silewicz-Stellvertreter Alex Odenkirchen mit einem Schuss in die kurze Ecke überlisten, doch der Routinier war mit dem Fuß zur Stelle. Auf der Gegenseite setzte Lukas Schmiedel einen Abschluss zu zentral an. Die größte Chance hatte Sören Seethaler, als aus kurzer Distanz der überragende Gästekeeper Daniel Meinert mehrfach nicht überwunden werden konnte. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen und auch der Seitenwechsel brachte keinen neuen Schwung in die Partie. Den gab man dann aber in der 61 Minute selbst, als bei einem langen Ball Uneinigkeit zwischen Miguel Hartwig und Odenkirchen herrschte. Profiteur war der anstürmende Niclas Gleisner, der zum 0:1 für die Gäste einschob.

Mit einem Platzverweis in der 74. Spielminute für den Wriezener Henning Stiehm schien die Partie nochmal zu kippen. Das Spiel verlagerte sich in die Hälfte der Wriezener, aber den Gramzowern fiel einfach zu wenig ein, um vor den Kasten zu kommen. Noch dazu machte Meinerts starke Strafraumbeherrschung viele der sich ergebenden Standards schon im Ansatz zunichte. Die sich anbahnenden Konter für die Gäste konnte man zwar unterbinden, aber selbst auch keine große Gefahr mehr heraufbeschwören. Zum Schluss dezimierte man sich sogar noch selbst, Kai Hansche krachte bei einem hohen Ball etwas ungestüm in Meinert hinein, kassierte dafür seine zweite Gelbe des Spiels. (90.)

 

Aktuell kommt bei unserem Team so wirklich alles zusammen, wovon man in den letzten Jahren verschont geblieben ist. Die Verletzten- & Abwesenheitsliste wird von Woche zu Woche länger, Aussicht auf Besserung ist erst in ein paar Wochen gegeben. Die aktuellen Ausfälle von Lange, Palow, Marschke, Silewicz, Aschenbrenner und Müller fallen schwer ins Gewicht. Aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Die Jungs auf dem Platz sind gut genug, um den Karren selbst aus dem Dreck zu ziehen und sich aus diesem Loch selbst wieder rauszukämpfen. Nächste Woche geht es dann in Bruchmühle weiter. Ein gänzlich unbekannter Gegner, der in den letzten Jahren in der Ost-Staffel der Landesklasse angetreten war. Bisher holten sie mit einem erzielten Tor aus sechs Spielen drei Punkte aus Unentschieden, was schon einiges über die Spielweise vermuten lässt. Doch man ist zuversichtlich, dass die Jungs auf dem Platz wieder alles geben werden, um die dritte Niederlage in Folge abzuwehren. [fh]


Mühsam aber verdient zum ersten Dreier der Saison

Sa. 11.09.21, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - FSV Fortuna Britz 3:1 (2:1)

 

VfB mit: M. Silewicz - M. Kowalski, K. Hansche, M. Hartwig - R. Sy (86. M. Thom), J. Schmock, M. Aschenbrenner, M. Frenzel - L. Schmiedel (77. A. Schatz), M. Blume, S. Seethaler

 

Britz mit: P. Görlitz - M. Keita, M. Spitzer, M. Preuß, M. Seifert - M. Gertz, E. Klein, P. Tulke, M. Roch - Da. Kaßner, P. Halgato-Jung

 

Wiedermal glich die Personalplanung vor dem Spiel einem Puzzle. Palow immer noch und Lange erneut verletzt. Marschke ebenfalls noch außer Gefecht und diverse andere Spieler aus arbeitstechnischen Gründen nicht anwesend. Immerhin konnte man durch die Spielverlegung unserer Zweiten die Bank mit Leuten auffüllen. Ein "Luxus", den die Britzer leider nicht hatten und so ausschließlich das Trainerteam für Notwechsel zur Verfügung hatte.

Rein ins Spiel, der VfB riss die Spielkontrolle sofort an sich, hatte viel Ballbesitz und wollte diesen auch früh ummünzen. Ein Geschenk der eigenen Abwehr stellte das Ganze jedoch erstmal auf den Kopf. Ein zu kurz geratener Rückpass zu Torwart Mateusz Silewicz wurde vom Britzer Paul Halgato-Jung erlaufen und konnte durch diesen überlegt in die lange Ecke geschoben werden. 0:1 nach 7 Minuten, so hatte man sich das sicher nicht vorgestellt.

Die Antwort kam prompt, Marcel Blume bekam einen perfekt getimten langen Ball gespielt, konnte diesen mit der Brust im Strafraum annehmen und zimmerte das Ding mit seinem starken linken Fuß an die Latte. In der Folge tat sich der VfB gegen die tiefstehenden Gäste schwer. Britz stand kompakt und lauerte an der Mittellinie auf den ein oder anderen langen Ball, der entsprechend die Konter starten sollte. Dennoch konnte man sich einige gute Chancen erspielen, auch wenn einige "Zufallsprodukte" dabei waren. Nennenswert die beiden Gelegenheiten von Lukas Schmiedel, welcher zunächst einen Kopfball nach Flanke aus dem Spiel heraus an den Pfosten setzte, und dann mit seinem Schuss im Strafraum an Keeper Patrick Görlitz scheiterte. Ebenso lief Sören Seethaler einmal auf Görlitz im 1 vs. 1 zu, wieder konnte der Gästetorwart jedoch die Oberhand behalten.

In der 30. Minute war es dann jedoch soweit: Seethaler bekam den Ball im Strafraum angespielt und schloss überlegt in die kurze Ecke an Görlitz vorbei zum 1:1 ab. Keine 10 Minuten später wieder Seethaler. Ein Freistoß wurde von Kai Hansche flach ausgeführt, Seethaler umkurvte seinen Gegenspieler und wuchtete den Ball mit einem klasse Schuss aus 20 Metern halbhoch in die lange Ecke; wiederum keine Chance für Görlitz. (39.) Mit dem 2:1 ging es dann auch in die Halbzeit.

Die zweite Hälfte wurde dann ein bisschen zerfahren. Schiedsrichter Chris Wein hatte alle Hände voll zu tun, die Meckereien der Spieler im Zaum zu halten. Die Hälfte der insgesamt 10 gelben Karten gab es aufgrund von Undiszipliniertheiten. Da Darren Kaßner gleich zwei dieser Art erhielt, wurde er folgerichtig mit der Ampelkarte vom Platz gestellt. (77.) Dies geschah etwas unübersichtlich, da sich die Szene inmitten der Jubeltraube zum 3:1 durch Schmiedel abspielte. Dieser bekam den Ball kurz zuvor flach in den Lauf gespielt, zog in den Strafraum und konnte dann vollenden.

Der VfB hatte im Verlauf der zweiten Hälfte noch weitere Riesen, die entweder wieder ans Aluminium gingen oder vom stark aufgelegten Görlitz vereitelt wurden. Die wohl größte Glanztat vollbrachte er bei einem Volleyschuss aus Nahdistanz von Blume, bei dem die Zuschauer schon aufgesprungen waren. Silewicz hingegen verlebte einen ruhigen Nachmittag, war hier und da mal gefordert und dann auch stets zur Stelle.

 

So kann es punktemäßig gerne weiter gehen. Nächste Woche geht es nach Oranienburg zur Zweitvertretung des OFC Eintracht. Gegen diesen Gegner hat man seit dem Aufstieg 2016/17 wohl die beste Bilanz in der Liga. Besonders in Erinnerung geblieben sind hier zum Beispiel das 11:0 zu Hause mit dem sechsfachen Torschützen Pascal Lange oder das 7:2 in Oranienburg, bei dem sogar Keeper Silewicz einen Elfmeter verwandelte. Wie jedes andere Spiel startet jedoch auch dieses bei Null und muss von Anfang an konzentriert angegangen werden. [fh]


Starke Leistung der Ersten gegen Zepernick

Sa. 21.08.21, 15:00 Uhr, VfB Gramzow - SG Einheit Zepernick 1:1 (0:1)

 

VfB mit: M. Silewicz - M. Frenzel, M. Hartwig, K. Hansche, R. Sy - M. Aschenbrenner, J. Schmock, M. Blume - L. Schmiedel (90. M. Müller), A. Schatz (75. F. Marschke, 79. Fl. Andres), S. Seethaler

 

Zepernick mit: D. Tietz - N. Liebenthal, E. Schneider, A. Rathmann, M. Becke - M. Gerhard, M. Gronski, E. Woiton, L. Grabarek - K. Maek (46. L. Park), V. Lipp

 

Eine starke Leistung bot unsere Erste an diesem Wochenende. Ersatzgeschwächt ging man in die Partie, muss man doch weiterhin beispielsweise auf Pascal Lange oder Robin Palow verzichten. Aber auch Zepernick hatte einige Ausfälle wie Patrick Töpfer oder Jerome Ehweiner zu beklagen.

Mit offenem Visier starteten beide Mannschaften die Partie. Lukas Schmiedel bekam den Ball bereits in der 3. Minute gefährlich in den Lauf gespielt, dribbelte seinen Gegenspieler aus und zwang Keeper Tietz direkt mal zu einer Glanzparade. Auch in der Folgezeit blieb man vorne aktiv, störte den Gegner früh, war aggressiv in den Zweikämpfen und verteidigte zudem leidenschaftlich. Aber Zepernick hätte nicht diesen sportlich herausragenden Ruf, wenn sie dafür keine Lösung parat hätten. Oft konnte man sich spielerisch über die Außenverteidiger, insbesondere Marinko Becke auf links, befreien und gefährliche Angriffe starten. Den gefährlichsten Abschluss auf Gästeseite verzeichnete Luca Grabarek, der sich von links außen dem Strafraum näherte und den Ball haarscharf am rechten oberen Winkel vorbeiknallte. In der 42. Minute musste man dann den Rückstand hinnehmen. Mit Wucht spielte sich Zepernick in den Gramzower Strafraum, besetzte diesen mit 7 Mann und erzwang somit den Treffer förmlich. Der Ball landete letztendlich vor Beckes Füßen, welcher unbedrängt einschieben konnte. Zur Halbzeit musste Zepernick dann den ehemaligen Regionalligaspieler Kevin Maek auswechseln, der von Max Aschenbrenner hervorragend bearbeitet und in Schach gehalten wurde.

In der zweiten Halbzeit dann ein ähnliches Bild. Gramzow mit großem Willen und guten Spielzügen, Zepernick hatte alle Hände voll zu tun, neben der Abwehrarbeit ihre eigenen Angriffe aufzuziehen. In der 57. Minute kam Sören Seethaler gefährlich in den Strafraum, sein Ball wurde von einem Verteidiger mit der Hand gespielt. Marcel Blume verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum umjubelten 1:1. Dieses Unentschieden führte aber zu noch mehr Gefährlichtkeit in den Zepernicker Angriffen. Mit zunehmender Spielzeit drängte der Gast den VfB dann in die eigene Hälfte. Zudem dezimierte man sich selbst, nachdem Seethaler mit Gelb-Rot vorzeitig den Platz verlassen musste. Allerdings konnten die Gramzower auch immer wieder selbst Akzente setzen und versteckte sich keineswegs nur hinter der Mittellinie.

In den fünf Minuten Nachspielzeit war nochmal einiges los. Zunächst vergab Becke aus 7 Metern frei vorm Tor. Dann konnte der eingewechselte Markus Müller nochmal Blume bedienen sowie selbst den Abschluss suchen. Eine Minute vor Schluss bekam Zepernick noch einen indirekten Freistoß im Gramzower Strafraum zugesprochen, weil Mateusz Silewicz den Ball für den Geschmack des Schiedsrichters etwas zu lange in den Händen hielt. Aber auch diese Situation war im Endeffekt ungefährlich, sodass der Schiedrichter die Partie beim Stand von 1:1 beendete.

Die Zufriedenheit war beim VfB sicherlich höher als beim Gegner, wie Trainer Lucio Geral nach dem Spiel auch nochmal betonte. Mit dem Spiel seiner Mannschaft war er nicht zufrieden, konnte man doch nicht sein gewohnt sicheres Kombinationsspiel aufziehen. Was aber auch zum großen Teil am hervorragenden aktiven Verteidigen der Gramzower lag, welches man über weite Strecken der Partie aufbieten konnte.

Der VfB konnte somit übrigens auch seine klasse Heimbilanz in der Liga von über 3 Jahren ohne Niederlage fortführen. Dies wird auch mindestens bis nächste Woche Bestand haben, wenn man auswärts auf den SC Victoria Templin trifft. [fh]


Erste Mannschaft mit herber Niederlage zum Saisonauftakt

Sa. 14.08.21, 15:00 Uhr, FSV Schorfheide Joachimsthal - VfB Gramzow 5:1 (3:1)

 

VfB mit: M. Silewicz - R. Sy, M. Kowalski (74. C. Vorwerk), K. Hansche, M. Hartwig, M. Frenzel - J. Schmock, M. Blume (83. F. Hansche) - P. Lange (40. A. Schatz), S. Seethaler, L. Schmiedel (74. Fl. Andres)

 

Joachimsthal mit: F. Schröder - L. Volk, C. Lorenz, T. Fischer, B. Ehrlich - S. Temma, F. Groß, L. Schmidt, K. Seidel (66. M. Falk) - D. Giernoth (64. C Bolle, 84. P. Ludwig), M. Fedder

 

Das Spiel der Ersten begann mit einer Hiobsbotschaft: Kapitän und Abwehrchef Robin Palow musste das Aufwärmen bereits angeschlagen abbrechen und konnte das Spiel nicht bestreiten. Für ihn rückte Miguel Hartwig vom defensiven Mittelffeld in die Innenverteidigung.

Die ersten 10 Minuten verliefen dagegen recht optimal für den VfB. Man erspielte sich direkt einige gute Chancen. Beim 1:0 (16.) lief Sören Seethaler allein auf Keeper Fabian Schröder zu. Dieser parierte zwar glänzend, der Abpraller landete jedoch bei Janosch Schmock, welcher überlegt mit Gefühl und gegen die Laufrichtung abschloss. Die Führung hielt jedoch keine zwei Minuten an. Bei einem hohen Ball, welcher eigentlich eine sichere Beute war, herrschte Uneinigkeit in der VfB-Abwehr. Der Ball landete vor den Füßen von Moritz Fedder, welcher das Geschenk dankend annahm und aus 18 Metern flach in die lange Ecke verwandelte. Der VfB hielt jedoch weiterhin größtenteils den Ball in den eigenen Gefilden, spielt sich gelegentlich auch gut durch die Abwehrreihen der Joachimsthaler, hatte dann aber entweder kein Glück im Abschluss, oder wurde durch Abwehrbein oder Abseitpfiff aufgehalten. Besser machten es dagegen die Joachimsthaler. Durch eine insgesamt bessere Griffigkeit in den Zweikämpfen konnte man sich Bälle in guten Situationen erobern und mit pfeilschnellen Angriffen die offen stehende Abwehr des VfB attackieren. Individuell ragte dabei besonders der 22-jährige Lucas Schmidt heraus, der auch für das 2:1 (25.) und 3:1 (36.) sorgte. Zudem waren alle Abschlüsse mit sauberer Präzision und Schärfe ausgestattet, sodass Keeper Mateusz Silewicz nicht wirklich eingreifen konnte.

Der FSV riss nun auch die Spielkontrolle mehr und mehr an sich, sodass von Gramzower Seite nicht mehr viel offensive Gegenwehr kam. Im Gegenteil, wieder nach einem zu nachlässigen Zweikampfverhalten vom VfB in der Joachimsthaler Hälfte spielte sich die Heimelf blitzschnell über mehrere Stationen in Abschlussposition und erhöhte in Person von Sebastian Temma auf 4:1 (58.)

Auf beiden Seiten wurde nun auch durchgewechselt, sodass der Spielfluss ein wenig darunter litt. Die Gramzower Bank bestand im Übrigen fast ausschließlich aus Spielern der Zweiten, die bereits vom Vorabend 90 Minuten in den Knochen hatten.

Der Schlusspunkt fiel dann nach einem sicher verwandelten Elfmeter von Moritz Fedder in der 66. Minute. Matthias Kowalski verlor bei einer 1gegen1-Situation die Balance, kam ins straucheln und riss den Gegenspieler dabei mit zu Boden.

 

Bleibt zu hoffen, dass die Personaldecke in den nächsten Wochen wieder ein wenig Zuwachs erhält. Gerade im Offensivspiel fehlten mit den verletzten Felix Marschke und Markus Müller zwei wichtige Bausteine. Erneut keine leichte Aufgabe für das Trainergespann, zumal mit der SG Einheit Zepernick ein ähnlich spielstarker Gegner erwartet wird. [fh]